Künstliche Obsoleszenz oder der erzeugte Müll

Was ist künstliche oder geplante Obsoleszenz?

  • Künstliche Obsoleszenz kann der absichtliche Einbau von Schwachstellen oder gar Zählwerken in Form von Computerchips sein, die Geräte nach einer gewissen Lebensdauer Defekte vortäuschen lassen.
  • Künstliche Obsoleszenz kann erzeugt werden, indem Reparaturen künstlich teuer oder unmöglich gemacht werden, indem Komponenten unnötiger Weise miteinander verschweißt oder unzugänglich gemacht werden, indem Hersteller anstatt Schrauben neue Schließmechanismen „erfinden“, die z.B. Spezialwerkzeug nötig machen oder nötige Ersatzteile werden nicht bereit gestellt.
  • Künstliche Obsoleszenz kann erzeugt werden, indem bewusst Materialen verwendet werden, die die Ware nach geraumer Zeit unattraktiv erscheinen lassen wie z.B. Handydisplays, die durch Sonneneinstrahlung nach kurzer Zeit „blind“ werden.
  • Künstliche Obsoleszenz ist, wenn Topfpflanzen, häufig Kräutertöpfe mit Bakterien oder Pilzen infiziert werden, damit der Konsument gezwungen ist nach kurzer Zeit eine neue Pflanze zu kaufen.
  • Künstliche Obsoleszenz ist, wenn Zusatzgeräte unnötiger Weise so entwickelt werden, dass sie nicht kompatibel zu älteren Serien sind und den Kauf eines neuen Gerätes nötig machen.
  • Künstliche Obsoleszenz ist, wenn Geräteteile durch unnötig viel Strom belastet werden, um einen vorzeitigen Defekt zu erzeugen.
  • Künstliche Obsoleszenz ist, wenn Verpackungen so konzipiert werden, dass eine sparsame Anwendung unmöglich ist z.B. durch übergroße Öffnungen oder die Verpackung macht es unmöglich, den kompletten Inhalt zu verwerten.

Künstliche oder geplante Obsoleszenz – ein abstossendes Instrument um die Menschen zu zwingen, immer früher wegwerfen und neu kaufen zu müssen. Dieses Instrument ist kurzsichtig und bringt nur kurzfristigen monetären Erfolg. Nachhaltigkeit ist das Instrument für langfristigen Erfolg.In einer Welt mit limitierten Ressourcen ist Nachhaltigkeit eine Frage der Verantwortung. Für uns und für unsere Kinder.

Wie getrieben von grenzenloser Gier müssen doch jene sein, die vorsätzlich Müll erzeugen und verkaufen. Jeder Mensch ist instinktiv darauf bedacht, gute Arbeit zu leisten. Seine Sache möglichst gut zu machen, um stolz darauf sein zu können. Kann man stolz darauf sein, miese Qualität und damit unzufriedene Kunden zu erzeugen? Oder muss man dann vielleicht gar diese Frustration durch Gier nach noch mehr Geld betäuben? Geld als einzige Maßeinheit für Erfolg zu sehen ist veraltet. Die Zukunft gehört einer Gesellschaft, in der Geld wieder sein ursprünglicher Stellenwert zugewiesen wird – als real existierendes Tauschmittel – und Erfolg in ganz anderem besteht.

Wir entscheiden mit jedem Kauf, ob wir die pure Gier dieser Leute befriedigen möchten und „Müll“ erstehen oder gute Qualität belohnen wollen und uns lange an dem neuen Stück freuen können.

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