Schau, das hab ich selbst gemacht – Sinne-volles tun

 

Ganz ehrlich – wann habt Ihr zuletzt einen Knopf angenäht, eine Marmelade gemacht, eine Collage in einen Bilderrahmen gesteckt, eine Mütze gestrickt, ein altes Möbelstück aufpoliert? Man kann all das natürlich der Oma oder teuren Manufakturen überlassen oder die Konsumindustrie unterstützen und alles möglichst billig einfach kaufen. Aber wie befriedigt Ihr dann Eure Sinne? Wie spürt Ihr das wahrlich erhebende Gefühl, wenn der Faden endlich durch das enge Nadelöhr rutscht und man letztendlich aus dem kaputten Stück wieder etwas Schickes gemacht hat? Wann riecht Ihr den verführerischen Duft der noch heißen Marillen während sie in die Marmeladegläser gefüllt werden? Wie spürt Ihr die speziellen Gefühle und Erinnerungen wieder, die jeder Teil der Collage wieder aufleben lässt, während Ihr ihn in den Bilderrahmen klebt? Wie spürt Ihr das sanfte Gleiten der weichen Wolle zwischen den Fingern während Ihr daraus die absolut einzigartige Mütze strickt? Wie fühlt Ihr die Maserung des Holzes während Ihr genussvoll über das geliebte Möbelstück poliert? All unsere Sinne wollen ständig gereizt werden. Und ganz ehrlich: sehnen wir uns nicht alle danach, Dinge selber zu machen? Geht es nicht eigentlich um das Tun genauso wie um das Ergebnis? Ist das Tun vielleicht nicht oft sogar befriedigender, eben weil es mit allen Sinnen erlebt wird?

Leider hat der Bildschirm uns in den letzten Jahrzehnten von unseren Sinnen entfernt, ja regelrecht getrennt. Die glatte Scheibe hält uns vom Erleben unserer Sinne fern. Alles, was wir am Bildschirm tun riecht nicht, schmeckt nicht, spürt man nicht, kuschelt nicht ……. Nur die Augen haben zu tun, indem sie auf den Bildschirm starren. Starr-Sinn …..?

Aber nicht nur das – wo ist das riechbare, spürbare, schmeckbare Ergebnis dieser Bildschirmarbeit? Wann holen wir sie voll Freude nach langer Zeit wieder hervor und erinnern uns an all die Mühe bis wir sie fertig hatten und stolz gesagt haben: „Schau, hab ich selber gemacht!“? Wann spüren wir noch dieses ganz intensive umwerfende Gefühl des Selbergemachthabens?

Fangt jetzt an, strickt wieder Eure Mützen selbst. Näht den Knopf wieder selber an und freut Euch an dem restaurierten Kleidungsstück. Kauft Obst und kocht Eure Marmelade nach Eurem Gusto ein. Schneidet Bilder oder Zeitungsartikel aus und bastelt eine Collage. Poliert das alte Möbelstück auf und erweckt es zu neuem Leben.

Füttert all Eure Sinne und spürt dabei, was Leben wirklich bedeutet. Wie Leben sich anfühlt. Das Leben ist keine blanke Scheibe, kein Bildschirm. Das Leben riecht, schmeckt, kratzt, …..

Fangt heute an, Sinne-volles zu tun !

 

 

Eistee – DIY (Do It Yourself)

Wozu Eistee fertig kaufen? Der ist eine wahre Zuckerbombe und nur in Standardsorten zu bekommen. Außerdem ist er in Plastikflaschen oder Tetrapaks verpackt – unnötiger Müll.

Alternative: Eistee selber machen – ganz im Sinne der DIY-Bewegung. Der eigenen Kreativität & der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Und wie gut hört es sich an, wenn man sagen kann „den hab ich selber gemacht“:

300 ml Schwarztee sehr stark zubereiten und abkühlen lassen. Eiswürfel in einen Krug geben und den Tee langsam drüber giessen. Nun den Krug mit kaltem Wasser bis zu 1 Liter auffüllen. Beliebig süssen, mit Zitronenscheiben oder Kräutern würzen, …….. einfach der Kreativität freien Lauf lassen.

Eistee kann man mit jeder Teesorte machen – ob orthodox oder aromatisiert, ob fruchtig, zitronig oder cremig – loslegen & ausprobieren. Statt mit Wasser kann man (je nach Teesorte) z.B. auch mit Fruchtsaft, Tonic, Prosecco, … aufgiessen.

Das Ganze dann noch in einer attraktiven Karaffe serviert – sehr verlockend!

Viel Spaß und viele Komplimente für den „Selbstgemachten“ !