Kopf oder Bauch

Eine Harvard Studie untersuchte den Effekt von Zeit (zu Nachdenken) auf die Entscheidungen. Das Resultat sprach für sich.

So fielen spontane „Bauchentscheidungen“ zugunsten der Allgemeinheit aus, während jene Entscheidungen, die auf längerem Nachdenken und Einsatz von Strategie basierten, mehr Vorteile für den Einzelnen hatten.

Das soll uns jetzt nicht erstaunen, aber doch zum Nachdenken anregen. Wer sind wir wirklich und wie ist die Natur des Menschen ? Offensichtlich sind wir soziale Wesen, die Mitgefühl für andere haben und instinktiv für den Wert des Gemeinwohls sorgen wollen.

Der Verstand und das was wir als Vernunft bezeichnen, leitet uns aber oft in eine andere Richtung. Gier, Egoismus und Wettbewerb sind die Kennzeichen die unsere Gesellschaft – also uns alle – prägen. Wie kann das sein, wo wir doch in Wahrheit hilfsbereit, altruistisch und mitfühlend sind ?

Eine Ursache liegt in der Angst. Die Angst vor Gefahren, persönlichen Nachteilen, Missbrauch. Vielleicht hat man selbst schlechte Erfahrungen gemacht, oder davon gehört. Wir  trauen daher unseren eigenen Instinkten nicht, da wir zu wissen glauben  – man kann niemandem vertrauen.

Aber stimmt das auch ? Ist es wirklich wahr, dass Bauchentscheidungen und spontane, intuitive Handlungen uns direkt in den wirtschaftlichen Abgrund oder das gesellschaftliche Abseits führen ?

Fragen Sie sich das einmal, wenn die nächste Entscheidung anliegt und Sie zwischen Intuition und Vernunft schwanken. Die Frage dazu lautet: “ Wie würde ich mich entscheiden, wenn ich mich absolut sicher fühlte ?

Das Ergebnis wird Sie überraschen.

In eigener Sache: Wie lernt man auf die innere Stimme zu hören und ihr zu vertrauen ? 

WEGWEISE WORKSHOP: Knopf im Kopf am 6.10.2012

Credit: Text ©Wegweise; Photo©CatrinPhoto. Alle Rechte vorbehalten.

Nie wieder gesund essen müssen

Laut einer kürzlich veröffentlichen Umfrage, glauben viele Menschen zwar an die Vorteilen einer gesunden Ernährung, ernähren sich aber weiterhin „ungesund“.

Deutet diese Diskrepanz nicht auf einen wichtigen Umstand hin ?

Ich kann von den Vorteilen eines bestimmten Verhaltens vom Ansatz her überzeugt sein, dennoch entspricht mein Handeln nicht dieser Einstellung. Warum ist das so ?

Vielleicht weil wir es uns selber schwer machen. „Gesunde Ernährung“ klingt schon nach aufwendiger Zubereitung, Mehrkosten und Verzicht auf angenehme Gewohnheiten. Und überhaupt – was ist denn eigentlich gesund ? Zu verwirrend sind die Empfehlungen, zu undurchsichtig die medialen Anpreisungen des Gesundheitswertes vieler Nahrungsmittel und Produkte, zu komplex die Ansätze von Wissenschaft und Ernährungsmedizin.

Bei meinen Vorträgen werde ich oft gefragt: “ Wie soll man sich ernähren“ ? Meine Antwort darauf ist – finden Sie heraus, was Ihnen gut tut.

Wir gaben verlernt auf unseren Körper zu hören. Wir leisten geistige und körperliche Schwerarbeit, sind oft müde und erschöpft und wissen die uns zur Verfügung stehenden Energieressourcen nicht richtig zu nützen. Ist es Ihnen schon aufgefallen ? Wenn man zufrieden und rundum glücklich ist, spielt das, was man isst keine große Rolle. Es schmeckt, was man auf den Tisch bekommt und man macht sich über die gesundeErnährung weiter keine Gedanken.

Ungesundes Essen sind Fertiggerichte, Gerichte die einen zu großen Anteil an Fett und Kohlehydrate aufweisen und Produkte die Zuckerersatz, Farbstoffe und Konservierungsmittel enthalten.

Der erste Schritt ist sich bewusst zu machen, wie viel „ungesundes“ Essen wir eigentlich aufnehmen. Einfach beobachten. Was esse ich, wie fühle ich mich danach, wie reagiert meine Verdauung, fühle ich mich wohl ?

Es ist erstaunlich, wie das einfaches Beobachten unseres Verhaltens unbewusste Gewohnheiten und Verhaltensmuster aufdecken kann – und oft auch einfach auflöst.

Weniger ist mehr. Zeitmangel, Ablenkung und Erwartungen sind Realitäten des Alltags. Das Leben ändert sich und so auch die Ernährungsgewohnheiten. Es muss schnell gehen, allen schmecken und vor allem die richtige Energie geben. 

Man muss bei sich selbst beginnen. Ich empfehle als ersten Schritt immer die derzeitigen Gewohnheiten zu durchleuchten – und vor allem zu erfühlen. Wie fühle ich mich nach dem Mittagessen ? Könnte ich Bäume aufreißen, oder ist mein Magen bereits verstimmt über die Zufuhr von zu viel zu schwer und zu gehaltvoll? Also ganz ehrlich…

Und dann – ein kleiner Schritt nach dem anderen, ohne sich zu zwingen oder zu verzichten. Beginnen Sie damit, was sie gerne essen – und bereiten Sie es aus frischen, qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu. Das braucht weder aufwendig, noch teuer zu sein. Schnittlauchbrot, Eierspeis, Suppen, Eintöpfe, Obst – wertvolle Nahrungsmittel müssen nicht teuer sein und sind bei uns in guter Qualität überall zu bekommen.

Meine 3 Wegweise Ernährungs-tipps für optimale Energie lauten

Saisonal – weil uns die Natur die richtigen Nahrungsmittel zur richtigen Zeit zur Verfügung stellt

Regional – weil Lebensmittel die in unseren Breiten wachsen oder hergestellt werden, optimal für unsere Bedürfnisse sind

Typ-gerecht – weil jeder Mensch eine bestimme Konstitution hat, die das Bedürfnis nach Art und Zubereitung und Menge der Nahrung bestimmet.

Manchmal genügt es schon die Einstellung zu ändern. Also nicht „gesund“ zu essen, sondern darauf zu achten, dass das, was man isst optimale Energie gibt und schmeckt !