Ein Appell

Ein paar schöne Sätze aus Steve Jobs’ 2005 Stanford Commencement Address.

Sein Appell an die Jugend:

„Follow your intuition and the sucess will come.

Follow your heart, everything else is secondary.

You’ve got to find what you love.

The only way to make great work is to love what you are doing.

THERE IS NO REASON NOT TO TRUST YOUR HEART

lebloses leben

ein stimmungsvoller Raum getaucht in warmes licht. eine tafel.

leere gesichter, graue mumien, ohne leben, gefüllt mit leblosem geld, sitzen mir gegenüber. eine phalanx aschfahler ausdruckloses gesichter. nein ich hab meinen urlaub nicht auf einem kreuzfahrtschiff verbracht, war auch nicht in afrika, um almosen unter die exotisch armen kinder zu streuen. nein, ich bin auch nicht durch rumänien gefahren, um das ursprüngliche zu sehen. dort gibt es wirklich menschen, die so richtig arm sind. interessant zu sehen. und in afrika waren leibhaftige eingeborene, die zwar schlampig sind, aber dort schon hinpassen. nur zu uns sollen sie nicht kommen. weil, bei uns soll es schon sauber bleiben. denn eine saubere stadt ist wichtig. ich weiß auch nicht, daß es irgendwo in diesem afrika ein berühmtes deutsches prozellan viel billiger zu kaufen gibt. weil die arbeitskraft kostet dort ja nichts.

ich vertiefe mich in mein ipad und schalte die ohren ab. ja, ich war im sommer wieder in berlin. in dieser lebendigen, dreckigen, pulsierenden, optimistischen stadt. war mit dem sportwagen tagelang im weinviertel unterwegs. gehe stundenlang durch die weingärten auf den geliebten nussberg. dort sitz ich dann und schau hinunter auf die stadt, in der viele aschfahle gesichter wohnen. aber von oben sieht man sie nicht, denn ihr grau vermischt sich mit dem grau der häuser und straßen und verkommt zur völligen bedeutungslosigkeit.

nur ein gesicht hat ein bisschen geleuchtet. wenn man genau hingesehen hat. da brennt ein noch sehr kleines licht. es muß aufpassen, dass es nicht vom grau erstickt wird. es sollte fortgehen. in die sonne, in die natur, sich erden und das pralle leben mit offen armen aufnehmen. wenn das gelingt, wird es strahlen. und andere menschen anstecken mit der lust, das leben mit leben zu füllen.

Es wäre eine Chance gewesen

Heute Mittag beobachtete ich eine Situation, die die Chance auf eine schöne und positive Lösung in sich barg.

Vor einem Supermarkt hat ein Taxifahrer in einer Halteverbotszone für wenige Minuten sein Auto abgestellt, um sich eine Wurstsemmel und etwas zu trinken zu kaufen. Es war Mittag, es war heiß und die Straße wie ausgestorben. Als er zum Auto zurückkam hat die Parkraumüberwacherin (so nennt man diese Organe, glaub ich) gerade den Strafzettel ausgestellt. Eine verhärmte, frustriert wirkende, ungesund ausschauende ältere Frau. Es waren jede Menge Parkplätze in dieser Zone frei – alles war leer. Der Taxifahrer – ein junger, sehr sympathischer Mann mit afrikanischem Migrationshintergrund – bat das Behördenorgan, es bei einer Abmahnung zu belassen. Da Dame nahm nämlich kein Bargeld, sondern es würde ein Strafmandat per Post an die Taxifirma folgen. Und dann wäre sein Job dahin. Auf äußerst unfreundliche, ja gerade ungehörige Art, mit Worten, die ich nicht wiedergeben möchte, machte sie ihrem in vielen Jahren angehäuften Frust an diesem armen Teufel Luft. Die Straße war menschenleer, niemand hätte es gesehen, wenn sie ihn einfach nur verwarnt hätte. Ihm vielleicht auch ein Lächeln geschenkt hätte. Ich bin sicher, er hätte das nächste Mal woanders geparkt.

Das wäre so eine schöne Chance gewesen, diesem Menschen eine Freude zu machen. Diese Freude hätte dem Behördenorgan – wenn vielleicht auch unbewußt – den Tag verschönert, ihre verhärmten Züge vielleicht ein wenig aufgehellt. Und der Taxifahrer hätte seine Freude an andere Menschen weitergegeben. Freude ist ansteckend. Ärger aber auch.

Und ich frage mich, ob es nicht hin und wieder besser ist ein Auge zuzudrücken und damit Freude zu machen. Positive Erlebnisse bewirken manchmal mehr als primitive Strafen.

Wir sollten öfters mal versuchen, die  Dinge „durch Positives aus den Angeln zu heben“ !

If I had a piece of life ….

Farewell letter from Gabriel Garcia Marquez

If for an instant God were to forget that I am rag doll and gifted me with a piece of life, possibly I wouldn’t say all that I think, but rather I would think of all that I say. I would value things, not for their worth but for what they mean. I would sleep little, dream more, understanding that for each minute we close our eyes we lose sixty seconds of light.

I would walk when others hold back, I would wake when others sleep. I would listen when others talk, and how I would enjoy a good chocolate ice cream! If God were to give me a piece of life, I would dress simply, throw myself face first into the sun, baring not only my body but also my soul. My God, if I had a heart, I would write my hate on ice, and wait for the sun to show. Over the stars I would paint with a Van Gogh dream a Benedetti poem, and a Serrat song would be the serenade I’d offer to the moon. With my tears I would water roses, to feel the pain of their thorns, and the red kiss of their petals…

My god, if I had a piece of life… I wouldn’t let a single day pass without telling the people I love that I love them. I would convince each woman and each man that they are my favorites, and I would live in love with love. I would show men how very wrong they are to think that they cease to be in love when they grow old, not knowing that they grow old when they cease to be in love! To a child I shall give wings, but I shall let him learn to fly on his own. I would teach the old that death does not come with old age, but with forgetting. So much have I learned from you, oh men…

I have learned that everyone wants to live on the peak of the mountain, without knowing that real happiness is in how it is scaled. I have learned that when a newborn child squeezes for the first time with his tiny fist his father’s finger, he has him trapped forever. I have learned that a man has the right to look down on another only when he has to help the other get to his feet. From you I have learned so many things, but in truth they won’t be of much use, for when I keep them within this suitcase, unhappily shall I be dying.

Zum Nachdenken

„Wie würdest du handeln, wenn du frei von Angst wärst?“