JA oder NEIN – wie man Stress erkennt

 

DreimäderlJeder kennt das Gefühl im Stress zu sein: Gehetzt zu sein, die Schultern schmerzen, die Muskulatur ist angespannt, der Blutdruck steigt und man hat ein flaues Gefühl im Magen.

Stress ist das Gefühl zu wenig Zeit zu haben, sich den Aufgaben nicht ausreichend hingeben zu können und immer hinten nach zu sein.

Woher kommt dieses Gefühl ?

Natürlich sind wir alle sehr belastet. Neben den komplexen wirtschaftlichen und sozialen Anforderungen befinden wir uns in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels. Unsere Ideen und Vorstellungen einer stabilen Gesellschaft mit vorhersehbarem Lebensfahrplan verschwinden zunehmend. Nach außen hin scheint alles ruhig, doch man braucht nur die Zeitungen aufschlagen, mit Freunden und Bekannten sprechen und ein wenig den Zeitgeist zu verfolgen, um zu merken, dass derzeit kein Stein auf dem anderem bleibt.

Wenn man auf einer schwankenden Platform steht, versucht man unwillkürlich auszugleichen. Dies ist ein Vorgang, den der menschliche Körper in seiner Intelligenz ganz automatisch und perfekt umsetzt. Dennoch merkt man instinktiv, dass sich etwas verändert und dies ruft eine unwillkürliche Abwehrreaktion hervor. Obwohl wir befähigt sind uns allen Situationen des Lebens funktionsgerecht anzupassen, interpretiert unser Verstand die gefühlte  Instabilität als Gefahr und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Dadurch wird eine Stressreaktion ausgelöst, die sich durch eine Verschiebung der Energieversorgung auf die Aktivitätsorgane – Herz-Kreislauf, Muskulatur und Gehirn – auszeichnet. Dies geht zu Kosten der so genannten Ruheorgane – Magen-Darmsystem, Immunsystem, Fortpflanzungssystem, und geht mit einer Umstellung des gesamten Stoffwechsels einher.

Wr alle leiden unter chronischem Stress, einer unbewussten Abwehrreaktion auf Auslöser aller Art. Emotionale Konflikte und Angst stehen hier an erster Stelle, verstärkt durch Kompensationsmechanismen wie Rauchen Alkohol oder falsche Ernährung nur um ein paar der Faktoren zu nennen). Viele von uns kennen das Gefühl der entspannten Aufmerksamkeit gar nicht – einem Zustand in dem man das Gefühl hat, alles fließt und das Leben ist einfach und bedarf keiner großen Anstrengung, auch wenn man viel um die Ohren hat.

Der erste Schritt bei der Stresslösung liegt darin sich selbst über den eigenen Stressmechanismus bewusst zu werden. Stress entsteht dann, wenn ein deutliches „NEIN“ empfunden wird, ein Ausdruck eines inneren Widerstandes gegen eine bestimmte Situation oder Anforderung.

DaisyÜBUNG

 

Setzen sie sich mit aufrechtem Rücken auf einen Sessel, die Füße parallel zueinander auf dem Fußboden. Legen sie die Hände auf die Oberschenkel und atmen sie ein paar Mal tief ein- und aus. Richten Sie die Aufmerksamkeit für ein paar Sekunden auf die Füße und Fußsohlen, um den Boden zu spüren (Man nennt das „erden“ und schon alleine dieser Vorgang kann Entspannung bringen).

Schließen Sie die Augen und stellen sich ein „JA“ vor. Sie können sich auch eine erfreuliche Situation vorstellen, oder ein lachendes Kind, oder eine ausgelassenes Beisammensein. Wie fühlt sich dieses „JA“ an ?

Und jetzt stellen Sie sich ein „NEIN“ vor – oder eine unangenehme Situation, vor der sie am liebsten davonlaufen würden. Halten Sie diese Empfindung für ein paar Sekunden.

Merken Sie den Unterschied ?

Dieses innere „NEIN“ ist es, das uns das Leben schwer macht, denn es setzt den Körper in Alarmbereitschaft und damit unter Stress. Da sich dieses „NEIN unangenehm anfühlt, versuchen wir uns durch viele Aktivitäten abzulenken. Die Ursache bleibt aber bestehen.

Für den Anfang genügt es Situationen zu erkennen, bei denen man mit „NEIN“ reagiert. Einfach erkennen, ohne zu urteilen oder zu versuchen etwas zu ändern. Einfach bemerken, dass der Körper in bestimmten Situationen „NEIN“ sagt und wir alles versuchen, dieses „NEIN“ nicht zu hören. Man kann ein kleines Notizbuch anlegen um zu sehen, wann diese Situationen auftreten und wer beteiligt ist. Einfach nur bemerken. Keine Schuldzuweisungen oder Interpretationen sind notwendig. Einfach „JA“ zum „NEIN“ sagen…und abwarten, was passiert.

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS: Am 8.1.2013 ist Dr. Michaela Trnka zu Besuch bei „Guten Abend  Wien“ bei W 24 und spricht über Stress erkennen. Dies ist die erste Folge einer 5-teiligen Serie

DaisyDie 5 E-lemente der Stresslösung

Folge1: ERKENNEN (8.1.2013 um 18:30 und ab 9.1.2013 in der Videothek)

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Wege aus der Angst

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Ganzheitsmedizin bedeutet den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und gesundheitlichen Störungen ursächlich zu begegnen.  Angst oder Angststörungen sind keine Krankheiten, sondern Symptome, die uns auf eine tiefer liegende Ursache hinweisen möchten.

Überlegen Sie: Was wären Krankheit oder Krise ohne die damit verbundene Angst?

Angst gehört zur emotionalen Grundausstattung des menschlichen Organismus. Sie ist die Alarmanlage des Menschen, die verlässlich vor Gefahren warnt. Genauso wie man vor einer Alarmanlage erschrickt, reagiert der Organismus mit einer heftigen Stressreaktion, die ihn befähigt sich aus der als bedrohlich empfundenen Situation zu entfernen.

Entwicklungsgeschichtlich hat die Angst die Aufgabe unser Überleben zu sichern. Wenn man einmal eine unangenehme oder schmerzhafte Erfahrung gemacht hat – zum Beispiel dass Feuer heiß ist, ist es die Angst, die uns in Zukunft davor warnt, zu nahe ans Feuer zu gehen. Im Laufe des Lebens lernen wir so viele real existierende Gefahren zu vermeiden oder angemessen zu reagieren. Dies lässt sich mit einem Vogel vergleichen, der auffliegt, wenn sich eine Katze nähert.

Überlegen Sie: Lebt der Vogel in ständiger Angst vor der Katze ?

Angst löst eine sogenannte Stressreaktion aus, die den Körper befähigt in Gefahrensituationen optimal zu reagieren. Dabei kommt es zu einer Umverteilung der Energieversorgung auf jene Körperteile, die zur Gefahrenabwehr benötigt werden: Das Herz-Kreislaufsystem, da mehr Energie verbraucht wird, die Muskulatur, um zu kämpfen oder zu fliehen, und das Gehirn, um die Abwehr zu steuern. Dies geht auf Kosten der sognannten Ruheorgane – das Magen-Darmsystem, die Immunabwehr und die Fortpflanzungstätigkeit.  Wichtig ist auch, dass der Metabolismus (Energieversorgung) umgestellt wird, um den Körper rasch mit Energie versorgen zu können.

Ist die Gefahrensituation vorbei, kommt der Körper schnell wieder zur Ruhe und die Situation normalisiert sich innerhalb von kurzer Zeit.

Angst ist also ein nützliches Warnsystem, das uns vor Gefahren schützen soll. Wie kommt es aber dazu, dass Angst so viele Menschen plagt und sogar krank macht?

Angst ist mit Abstand der größte Stressfaktor, den es gibt.

Überlegen Sie: Warum gibt es soviel Fehlalarm, der uns aus der Ruhe bringen ?

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass die Angst vor einer bestimmten Situation viel schlimmer ist, als die Situation selbst. Im Grunde fürchtet man sich ja nicht vor einer bestimmten Situation, sondern eher vor bestimmten Konsequenzen, die mit negativen Erwartungen verbunden sind.

Überlegen Sie: Wie oft sind ihre schlimmsten Befürchtungen genau so eingetroffen?

Oft ist Angst ein unterschwelliges Gefühl, das sich als Unruhe oder Nervosität erkennbar macht. Wir spüren nicht nur das beengende Gefühl der Angst, sondern vor allem die Symptome der Stressreaktion, die durch die Angst ausgelöst wird, als Abwehrreaktion auf etwas, das wir zwar befürchten, das aber noch gar nicht da ist.

Befürchten kann man nur etwas, das man zwar aus der Vergangenheit kennt, das aber in der Zukunft liegt. Gibt es jetzt, im Moment etwas wovor wir uns fürchten müssen ?

Überlegen Sie: Gibt es JETZT etwas, das ich tun kann oder muss?

Angst selbst ist also ein Alarmsignal, sich vor etwas zu fürchten ist Ausdruck einer Angst vor einem Auslöser in der Zukunft. Ganz so, als würde man konstant die Alarmanlage schrillen lassen, um sich daran zu erinnern, das man sich vor den Einbrechern fürchtet.

Viele unserer Ängste sind unbewusst und haben mit sogenannten Konditionierungen zu tun. Dies sind automatische Reaktionsmuster, die sich aufgrund von als unangenehm oder bedrohlich empfundenen Situationen gebildet haben. So ist zum Beispiel die unterschwellige Angst zu versagen, krank zu werden, verlassen zu werden oder Schmerzen zu erleiden oft Ausdruck eines Kindheits- oder sogar vorgeburtlichen Erlebnisses, das uns das ganze Leben im Bann halt. Die Standards und der Leistungsdruck unserer Gesellschaft verstärken diese Konditionierungen durch Ansprüche, denen wir glauben gerecht werden zu müssen.

Überlegen Sie:  Setze ich mich selbst unter Druck und ist es notwendig ?

Symptome der Angst sind also mit einer Reaktion auf eine schrillende Alarmanlage zu vergleichen und man hat die Wahl: entweder die Warnsignale zu ignorieren und die Symptome zu unterdrücken (durch Ablenkung, Drogen oder Medikamente), oder sich mit Interesse der tieferen Ursache zuzuwenden – so, als würde man nachsehen gehen, warum der Alarm ausgelöst wird.

Jede Angst hat eine Geschichte und sich dieser zu nähern, ist der erste Schritt zur Heilung. Fragen Sie sich: was will mir die Angst sagen – und vertrauen sie der Antwort.

Die Ursache der (chronischen Angst ist immer eine unwillkürliche Reaktion auf die Empfindung “nicht zu wissen” – das heißt keine Kontrolle darüber zu haben, wie etwas ausgehen wird, denn selbst wenn es Prognosen oder Vorhersagen gibt, können wir nicht sicher sein, wie sich eine Sachlage entwickeln wird und wofür dies letztendlich  gut sind.

Überlegen Sie: Hätten Sie Angst, wenn Sie sicher wüssten dass alles gut ausgeht ?

Ein weiterer Schritt ist zu lernen, sich von quälenden Gedanken zu befreien. Dies geschieht einerseits durch Logik (“Kann ich absolut sicher sein, ob das, was ich befürchte auch eintrifft?”), andererseits durch Lenken der Aufmerksamkeit weg von den Gedanken, in den eigenen Körper.  Dem Atem folgen, bewusst zu entspannen oder sich bei einem Spaziergang von der Natur helfen zu lassen, sind einfache, doch extrem wirksame Methoden.

Manchmal sind Angstzustände (Unruhe, Aggressivität) oder Angststörungen ( Panikattacken) so ausgeprägt, dass professionelle Hilfe, unter Umständen auch Medikamente, in Anspruch genommen werden müssen. Wichtig ist aber immer die Ursachensuche, denn als quälend empfundene Angst hat immer einen Grund und einen damit verbundene Auslöser.

 ERSTE HILFE:

Was tun bei Angst und Stress ? Die ABC – Regel hat sich bewährt:

Anerkennen: Dies ist der erste und wichtigste Schritt. Nehmen Sie die Angst und das unangenehme Druckgefühl an. Sagen sie “ JA “ dazu – Ja, ich verspüre Angst.

Beobachten: Beobachten Sie sich und Ihre Reaktionen. Wann tritt das Angstgefühl auf, mit welchen Situationen und Menschen ist es verbunden ? Gibt es „Trigger“ ? Wie reagieren Sie darauf ?

Causal hinterfragen: Ist es JETZT notwendig, in Aufruhr zu sein ?

Angst und Unruhe lassen sich leicht lösen, wenn man sich angewöhnt, im Hier und Jetzt zu sein. Viele Dinge lösen sich von selbst, und Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein.

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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Am 3.12. hält Dr. Michaela Trnka einen Vortrag über „Wege aus der Angst“ im Rahmen des MiniMed Studiums (Eintritt frei)

Wege aus der Angst
Wie man Angst und Krise als Wachstumschance nützen kann

19:00 Uhr
Novomatic Forum – Festsaal
Friedrichstr. 7, 1010 Wien

Mehr über Dr. Michaela Trnka

Im Schraubstock

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„Ich fühle mich wie im Schraubstock “ sagte unlängst eine Bekannte.

Ich glaube wir alle kennen dieses Gefühl, eingeklemmt zwischen Zwängen, Routine und Erwartungen zu sein. Kein Platz für Spontaneität, keine Nische für Kreativität und kein Spielraum für Experimente.

Es tut richtig weh im Schraubstock zu stecken.

Körperlich ist eine angespannte Muskulatur das Equivalent für das Schraubstocksyndrom. Schmerzende Schultermuskeln, verkrampfte Muskelpakete entlang der Wirbelsäule, eine unangenehme Spannung der Gesichtsmuskulatur, besonders der Kiefer.  Diese An-und Verspannung ist oftmals die Ursache für Rückenschmerzen und Unbeweglichkeit.

Ein Schraubstock hält mit eiserner Kraft etwas zusammen, das sonst auseinander fallen würde. Und im gewissen Sinne ist das auch bei uns Menschen so. Im Sinne der energetischen Medizin, gehört die Muskulatur zum Kreislauf der Leber, die wiederum zuständig ist, für den freien Fluss von Energie und Gefühlen. Im Sinne der westlichen Medizin, ist es der erhöhte vegetative Tonus der chronischen Stressreaktion,die für die schmerzhaft empfundene Anspannung und Verhärtung der Muskulatur verantwortlich ist.

Wir halten uns also mit aller Kraft aufrecht, obwohl wir lieber nachgeben würden. Aber würde dann nicht alles zusammenbrechen ?

Es macht Sinn, sich dem Schraubstock, der den freien Fluss der Energie und der Gefühle zurückhält und somit Beschwerden bereitet, kontemplativ zu begegnen und sich selbst ein paar Fragen zu stellen:

Woran versuche ich festzuhalten ? Welche Erwartungen versuche ich zu erfüllen ? Für wen muss ich mich aufrecht halten ? Versage ich mir Kreativität und Spontaneität ? Und -was würde passieren, wenn ich mich aus meinen eigenen Zwängen befreite ?

Oftmals hat das Gefühl im Schraubstock zu stecken auch mit unbewussten Ängsten vor Veränderung zu tun. Auf der einen Seite erahnt man neue Möglichkeiten, auf der anderen Seite möchte man Altes und Gewohntes nicht aufgeben. Um diesen Konflikt auszuweichen, auch weil man sich erschöpft oder ausgelaugt fühlt, wird oft eine „eiserne Haltung“ angelegt, die wiederum das Schraubstockgefühl verstärkt.

Was also tun ?

Bewegung ist hier das beste Mittel. Laufe, Walken oder Spaziergänge an der Natur bringt den Kreislauf´in Schwung. Auch energetische Übungen, wie zum Beispiel Yoga oder Pilates sind sinnvoll. Sehr hilfreich kann auch Körperarbeit, wie zum Beispiel die Feldenkraismethode sein, um unbewussten Blockaden auf die Spur zu kommen und über gezielte Bewegung die die verhärteten Muskeln, welche den Schraubstock der Seele bilden, zu lockern. Es geht nicht nur um eine Linderung der körperlichen Beschwerden – es geht auch um die Kausalität, die der Störung zugrunde liegt.

Überforderung und Pflichtbewusstsein, Angst vor Veränderung und festgefahrene Gedankenmuster gehören hier zu den klassischen Auslösern, denen man sich auf sanfte Weise nähern muss, will man den Schraubstock lösen und das eigene kreative, spontane Wesen befreien.

Dr. Michaela Trnka arbeitet mit Menschen, die ihr eigenes Potential entwickeln und entfalten möchten. Körperliche Beschwerden sind immer ein Hinweis auf Störungen, denen gedankliche Muster und Glaubensgrundsätze zugrunde liegen. Details auf www.aesculini.com. 

 

 

Leistungssport

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Der Spiegel widmet sich wieder einmal dem Thema Burnout.

Demnach soll in Deutschland jeder Vierte im Job einknicken, weil er sich ausgebrannt fühlt. Um dem vorzubeugen, sollte man wie ein Leistungssportler denken, sagt darin der Experte und Psychologe Michael Kellermann.

Ich habe diesen Artikel mit Kopfschütteln gelesen und mich wieder einmal gefragt: “ Fällt denn niemandem etwas auf ?“

Arbeitnehmer werden mit Leistungssportlern verglichen ? Mit Menschen, die es gewohnt sind an und über Ihre Grenzen zu gehen, die weder Schmerz, Kosten, Mühe oder Gefährdung ihrer Gesundheit scheuen, um extreme Leistungen zu vollbringen ?

Sein Rat: die Betroffenen sollen Erholungspausen einlegen. Er rät, sich zu überlegen was einem guttut und rät zur Überwindung. „Erholung passiert nicht einfach, man muss sie steuern.“

Erholung ist ein körperlicher Prozess, der durch Ruhe und Entspannung verbrauchte Kräfte zurückgewinnt und die Leistungsfähigkeit wieder herstellt. Ich behaupte also, Erholung passiert sehr wohl – man muss sie nicht steuern oder herbeiführen, sondern der Intelligenz des Körpers vertrauen und nicht gegen seine eigenen Instinkte arbeiten.

Aber vielleicht haben wir gerade das verlernt ?

Ich arbeite viel mit Menschen, die an chronischem Stress oder Burnout leiden und ich beobachte dabei immer wieder, dass diese Menschen sehr wohl spüren, dass sie erschöpft sind, aber trotz Urlaub, Wochenenden oder Auszeiten nicht ausreichend Reserven tanken oder regenerieren können. Oftmals scheitern gute Vorsätze “ endlich etwas für sich zu tun“ am  Energieaufwand und das beeinflusst die Motivation. Erholung soll ja Energie geben, nicht noch mehr belasten.

Wir haben in Österreich normalerweise 5 Arbeitstage und eine 40 Stundenwoche. Natürlich gibt es überall Spitzenzeiten oder Überstunden und sicherlich ist das allgemeine Tempo schneller geworden, aber das erklärt doch nicht die enorme Zahl der Krankenstände und Ausfälle durch chronische Stressbelastung.

Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörungen, Depression, Belastungsstörung, Burnout – alles weil wir nicht wissen, wie wir uns erholen sollen ? Oder liegt es vielleicht daran, dass niemandem mehr auffällt, das eine normale Berufstätigkeit bereits mit Spitzensport verglichen wird ?

Ich habe ein paar Ideen über die Hintergründe der Erschöpfungsepidemie am Arbeitsplatz und abseits davon, die ich in den nächsten Wochen hier vorstellen möchte – im Sinne einer ganzheitlichen Überlegung, die die Kausalität des Phänomens Burnout beleuchten soll.

Denn eines ist sicher – Arbeit soll Spass machen und nicht die Gesundheit ruinieren.

Kurzvortrag über Stress und Gesundheit bei ” Laut und Leise”

DR. MICHAELA TRNKA HAT SICH LANGE MIT STRESSMEDIZIN BESCHÄFTIGT UND ARBEITET INTENSIV MIT MENSCHEN, DIE BURN-OUT ALS CHANCE BETRACHTEN, “UM-ZU-LEBEN” UND WIEDER ZU SICH SELBST UND IHRER EIGENEN BESTIMMUNG ZU FINDEN.

Siehe auch: www.aesculini.com

Lu Jong

Lu Jong ist eine energetische Methode, die gesund und vital erhält.

Fragen Sie uns – wir informieren Sie gerne näher.

Und hier ein link zu einer Publikation mit Beschreibung der ersten 5 Übungen: Lu Jong in der Stressstherapie