Was für ein Ort !

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Es gibt Orte, die haben das gewisse Etwas. Beim Betreten steigt ein unbestimmtes Wohlgefühl auf.  Warum nur ???

Ein kleines Beisl in einer kleinen Seitengasse in Mariahilf (6.Bezirk in Wien). Ein Hinterhof wie tausende in Wien. Eine Laube wie es noch unzählige gibt. Aber was für ein Hinterhof, was für eine Laube !

Liebevoll gesammelte Pflanzen leben stimmig arrangiert im Hof. In die Laube ist der Orient gekommen. Jeder Sessel, jeder Tisch, jede Lampe – Einzelstücke, mit unendlich viel Liebe und Gspür ausgewählt. Farben und Materialien, die direkt ins Herz gehen und den ganzen Körper wärmen …. uns gut tun.

„… ja, und natürlich das Essen – wie im schönsten Wiener Himmel. Das ausgelöste Backhenderl – Wödklasse !“

Wieder ist es die Leidenschaft und Liebe, mit der die Dinge gestaltet wurden. Sie überträgt sich als positive Energie mit großer Intensität auf die Besucher und verändert deren Stimmung.

If I had a piece of life ….

Farewell letter from Gabriel Garcia Marquez

If for an instant God were to forget that I am rag doll and gifted me with a piece of life, possibly I wouldn’t say all that I think, but rather I would think of all that I say. I would value things, not for their worth but for what they mean. I would sleep little, dream more, understanding that for each minute we close our eyes we lose sixty seconds of light.

I would walk when others hold back, I would wake when others sleep. I would listen when others talk, and how I would enjoy a good chocolate ice cream! If God were to give me a piece of life, I would dress simply, throw myself face first into the sun, baring not only my body but also my soul. My God, if I had a heart, I would write my hate on ice, and wait for the sun to show. Over the stars I would paint with a Van Gogh dream a Benedetti poem, and a Serrat song would be the serenade I’d offer to the moon. With my tears I would water roses, to feel the pain of their thorns, and the red kiss of their petals…

My god, if I had a piece of life… I wouldn’t let a single day pass without telling the people I love that I love them. I would convince each woman and each man that they are my favorites, and I would live in love with love. I would show men how very wrong they are to think that they cease to be in love when they grow old, not knowing that they grow old when they cease to be in love! To a child I shall give wings, but I shall let him learn to fly on his own. I would teach the old that death does not come with old age, but with forgetting. So much have I learned from you, oh men…

I have learned that everyone wants to live on the peak of the mountain, without knowing that real happiness is in how it is scaled. I have learned that when a newborn child squeezes for the first time with his tiny fist his father’s finger, he has him trapped forever. I have learned that a man has the right to look down on another only when he has to help the other get to his feet. From you I have learned so many things, but in truth they won’t be of much use, for when I keep them within this suitcase, unhappily shall I be dying.

Wie geht es Ihnen ?

Neulich fragte mich eine Bekannte „Wie geht es Ihnen denn ?“ „Wunderbar“ antwortete ich. Konsterniert sah sie mich an. Das war nicht die Antwort, die sie erwartet hatte. Ein Mensch, dem es „wunderbar“ geht ? Suspekt, höchst suspekt ! Kein Jammern über das Wetter, keine Klagen über ein gesundheitliches Problem !? „Aha“ sagte sie und ihr Interesse verebbte schlagartig.

Ein Mensch ohne Leiden ist ungewohnt und verdächtig und bietet keinerlei Gesprächsbasis.

 Beobachten Sie einmal ganz bewusst in der U-Bahn, im Restaurant, beim Friseur, worüber die Leute sich unterhalten. Über Krankheit und sonstige Heimsuchungen des täglichen Lebens. Interessanterweise gibt es dabei keine großen Unterschiede zwischen Jung und Alt. Hin und wieder lass ich mich hinreißen und misch mich ein.Versuche den Damen Lebensfreude „einzuhauchen“.

Besonders beim Friseur gibt es dafür reichlich Gelegenheit. Kaffee und Kuchen lehnen sie ab, „weil ich darf das alles ja nicht essen, obwohl ich’s so gern essen tät – alles hat man mir verboten …“ Ja, vielleicht ein Gläschen Sekt ? „Nein, nur das nicht, in meinem Alter und noch dazu am Vormittag !“ „Die Kinder besuchen mich auch so selten – überhaupt, es ist ein Jammer … Aber es muß ja gehen ….“

 Aufwachen, meine Damen:  es gibt ein herrliches Wort, das nahezu alles ermöglicht und Berge versetzen kann: Lebensfreude ! Diese Freude am Dasein ist so stark, dass nahezu nichts sie bezwingen kann. Sie ist bei jedem Menschen vorhanden, nur muß sie manchmal mit ein bisschen Hilfe und Unterstützung erst hervorgeholt werden. Und ist sie dann in all ihrer Pracht da – dann haben Jammerei, Leiden und all die anderen vermeintlichen Bürden des Lebens keine Chance mehr. Es ist schade um jeden Augenblick, den man für negative Gedanken verwendet – das Leben bietet eine solche Fülle von Herrlichkeiten. Jeden Moment. Einfach der eigenen Intuition folgen, sich von den Erwartungen anderer befreien – und plötzlich bietet sich eine unendliche Vielfalt an Möglichkeiten.

 Es ist wie beim Running Sushi – all die schönen und hässlichen Dinge des Lebens fahren an uns vorbei und es ist an uns zu entscheiden, ob wir nach den schönen oder den leidvollen greifen. Greifen wir nicht zu, tut sich nichts, verändert sich nichts, und das Band dreht weiter seine Runden.

 Man muß nur zugreifen !

Die Regisseurin der Blumen

Ich beobachte die junge Verkäuferin in dem kleinen Blumengeschäft wie sie die so geschmackvoll auf dem Gehsteig drapierten Pflanzen gießt.

Berlin, Prenzlauer Berg

Berlin, Prenzlauer Berg

Sie gießt sie nicht nur – sie hält auf eine besondere Weise Zwiesprache mit den Rosen, den Hortensien, ja selbst dem Katzengras. Als würde sie ihnen einen guten Morgen wünschen und nach ihrem Befinden fragen

Ich will wissen, was diese junge Frau anders macht und folge ihr ins Geschäft. Es ist etwas Besonderes in diesem Raum – neben dem Duft und den herrlichen Farben, das ich noch nicht definieren kann. Ich bestelle einen Sommerstrauß und beobachte …… Mit langsamen, sehr bewussten Bewegungen nimmt die junge Frau Blume für Blume aus den Vasen und arrangiert sie in ihrer Hand. Sie betrachtet jede einzelne Blume lang und intensiv bevor sie sie zu den anderen steckt, als ob sie deren Besonderheiten, Eigenschaften, Energie erforschen würde. Dreht sie, riecht kurz an ihr – und steckt sie an den für sie genau richtigen Platz im Strauß. Wie ein Regisseur seine Schauspieler auf der Bühne an den jeweils einzig richtigen Platz stellt. Ich wünschte, dieses Halten, Betrachten, Arrangieren würde niemals enden. Ich genieße jeden Augenblick dieses Schauspiels und fühle etwas in mir. Ein seltsam warmes Gefühl durchfließt den Körper. Was ist das ? Es ist die Liebe, die positive Energie dieser jungen Frau, die sich auf alles in ihrem Umkreis überträgt. Die Liebe, mit der sie macht, was sie gerade macht. Die Leidenschaft für ihren Beruf, für ihr Tun – die überträgt sich auf alles in ihrer Nähe. Auf die Blumen, die Menschen – auf alles.

Selbst die Art, wie sie den kugeligen, hinreißenden Blumenstrauß, der Sommer pur verkörpert, in das in Farbe und Haptik wieder einzig passende Papier hüllt – es ist als ob sie mit jeder Bewegung den Strauß noch einmal streichelt bevor sie ihn mir mit dem hinreißendsten aller Lächeln in die Hand gibt. Ihre Augen strahlen und ich wäre gerne noch Stunden geblieben und hätte sie einfach nur beobachtet. Die junge Verkäuferin in dem kleinen Blumenladen !

Ich gehe wie im Traum die Straße entlang und fühle diese positive Energie in mir. Sogar beim Schreiben dieser Zeilen spürt man sie wieder.

Wir wundern uns oft, warum manche Menschen etwas „so gut machen“ oder „so gut sind“. Wir spüren – bewusst oder unbewußt – die positive Energie, die sie auf die von ihnen erzeugten Produkten oder Tätigkeiten übertragen. Weil sie mit tiefster Leidenschaft und Liebe tun, was sie tun.

Weil sie ihrer Intuition gefolgt sind.

Zum Nachdenken

„Wie würdest du handeln, wenn du frei von Angst wärst?“

Gelebte Menschlichkeit

Gastkommentar von Uni.Prof. Dr. Clemens Sedmak im Magazin Lebensart (www.lebensart.at)

Soziales Engagement aus der Mitte

„Wenn unser Herz für etwas brennt, haben wir auch die Kraft, Lasten zu tragen und Hindernisse zu überwinden“

Engagement findet seinen Anfang aus der Mitte – aus dem Zentrum unserer Persönlichkeit. Der amerikanische Aktivist Greg Mortenson begann sich für pakistanische Schulprojekte zu engagieren, als er sich nach einer missglückten K2-Expedition halbtot in einem Dorf fand und dort gesund gepflegt wurde; gleichzeitig sah er auf dem Dorfplatz die Kinder zu einer Schulstunde versammelt, indem sie in Ermangelung von Schreibmaterial ihre Übungen auf den Boden kratzten – ohne Schulgebäude und ohne Lehrer, der nur drei Tage in der Woche in dieses Dorf kommen konnte. Aus dieser persönlichen Betroffenheit, die ihn ins Mark traf, formte sich Greg Mortensons Entschluss, etwas zu tun. Zurück in den USA war er bereits fast entmutigt, weil sich so viele Hindernisse in den Weg stellten; er fand die Kraft und den Mut zum Engagement ganz einfach dadurch wieder, dass Schulkinder nach einem Vortrag Mortensons begannen, Geld zu sammeln – in Form von Centmünzen. Auch das berührte ihn zutiefst und er begann eine Reise des Engagements, von der es kein Zurück gab.

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Fair Fashion

Facts do not cease to exist because they are ignored
(Alous Huxley, 1894-1963)

Das Fundament von Fair Fashion sind die direkten Handelspartnerschaften. Manche davon sind bereits gewachsen und stark. Bei anderen steht man am Anfang der Entwicklung. Man achtet darauf, dass die Produkte unter menschenwürdigen und möglichst umweltschonenden Bedingungen hergestellt und fair bezahlt werden. Langfristige und verlässliche Zusammenarbeit eröffnet Zukunftsperspektiven für die Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Deren Können spiegelt sich in Fair Fashion. Ob sie für Sie passt, entscheiden Sie selbst. Mit einem Blick in den Spiegel und mit einem Blick dahinter.

Sasha, Indien

„Die HandwerkerInnen verfügen über wenige Ressourcen, sind aber reich an Kultur, traditionellem Wissen, handwerklichen Fähigkeiten und kreativem Ausdruck“ meint Roopa Metha von Sasha, einer NGO im indischen Kolkata.
Sasha ist darum bemüht, Handwerksgruppen sowie das Kleingewerbe zu fördern. Die Organisation unterstützt die ProduzentInnen durch Workshops und Ausbildungskurse, sorgt dafür, dass die Produkte einen Markt finden, unterstützt die Gruppen in der Ausarbeitung neuer Designs und achtet auf die Einhaltung der Kriterien des Fairen Handels. Von der Arbeit Sashas profitieren an die 5000 ProduzentInnen, 70 Prozent davon sind Frauen.
Während die auf dem Markt gekauften Rohstoffe von Kleinbetrieben verarbeitet werden findet die Endfertigung in vier Schneiderwerkstätten statt. Gruppen von um die 30 Frauen haben hier eine neue Lebensperspektive gefunden. „Aus drei, vier unsicheren Frauen, die vorher kaum aus dem Dorf heraus gekommen waren, hat sich eine selbständige starke Gruppe entwickelt, die heute sogar für den Exportmarkt produziert“ stellt Roopa Metha von Sasha fest. „Nicht nur die Einkommenssituation der Betroffenen hat sich verbessert, auch ihr Selbstbewusstsein ist gewachsen. Die Arbeit in der Werkstätte hat ihnen das Gefühl von Stabilität und Sicherheit gegeben“.

Fair Fashion zieht an

Unter diesem Motto starteten Österreichs Weltläden im Jahr 2010 eine Kampagne, die sich mit den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie auseinandersetzt und eine faire Alternative dazu im Weltladen anbot.

„In der kommerziellen Textilproduktion geht es in erster Linie um das Ergebnis und nicht so sehr um die Menschen“ meinte der Geschäftsführer von Craft Aid (einer Partnerorganisation des Fairen Handels) damals dazu. „Auch wir sind am Ergebnis interessiert, aber bei uns kommen die Menschen vor dem Profit“.

Transparenz in der Herstellung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Bemühen um das Erreichen ökologischer Standards sind für Weltläden nicht nur ein Lippenbekenntnis sondern Arbeitsauftrag – das breite Angebot an Textilien aus Fairem Handel gibt davon Zeugnis ab.

Anukoo gibt Fairer Mode einen Namen.

http://www.weltlaeden.at
http://www.weltcafe.at
http://www.anukoo.com

WIEN GEHT – das Buch

WIEN GEHT – 25 Wege & 30 Orte in und um Wien

Spazierst du gerne über grüne Wiesen, flanierst du mit Leidenschaft durch belebte Gassen, überholst du lächelnd Autokolonnen und hast du den inneren Drang, ständig neue Wege auszuprobieren? Gratulation, dann bist du ein echter WildUrb und könntest mit diesem Buch deinen »Wien-Horizont« erweitern. O.K., vielleicht bist du aber auch eher ein Faulsack, der dazu neigt, am Sofa anzuwachsen. Auch kein Problem, denn dann hat dir einfach noch keiner gezeigt, wie viel Spaß es macht, sich in und um die Stadt per pedes zu bewegen. Denn es geht ganz einfach: Stelle dich auf die Füße, packe Buch und Jause in den Rucksack, schnappe dir eventuell deine Liebsten, schlage irgendeine Buchseite auf und schon kann dein erstes Abenteuer beginnen! Viel Spaß beim »Urben«!

http://www.wildurb.at