Es wäre eine Chance gewesen

Heute Mittag beobachtete ich eine Situation, die die Chance auf eine schöne und positive Lösung in sich barg.

Vor einem Supermarkt hat ein Taxifahrer in einer Halteverbotszone für wenige Minuten sein Auto abgestellt, um sich eine Wurstsemmel und etwas zu trinken zu kaufen. Es war Mittag, es war heiß und die Straße wie ausgestorben. Als er zum Auto zurückkam hat die Parkraumüberwacherin (so nennt man diese Organe, glaub ich) gerade den Strafzettel ausgestellt. Eine verhärmte, frustriert wirkende, ungesund ausschauende ältere Frau. Es waren jede Menge Parkplätze in dieser Zone frei – alles war leer. Der Taxifahrer – ein junger, sehr sympathischer Mann mit afrikanischem Migrationshintergrund – bat das Behördenorgan, es bei einer Abmahnung zu belassen. Da Dame nahm nämlich kein Bargeld, sondern es würde ein Strafmandat per Post an die Taxifirma folgen. Und dann wäre sein Job dahin. Auf äußerst unfreundliche, ja gerade ungehörige Art, mit Worten, die ich nicht wiedergeben möchte, machte sie ihrem in vielen Jahren angehäuften Frust an diesem armen Teufel Luft. Die Straße war menschenleer, niemand hätte es gesehen, wenn sie ihn einfach nur verwarnt hätte. Ihm vielleicht auch ein Lächeln geschenkt hätte. Ich bin sicher, er hätte das nächste Mal woanders geparkt.

Das wäre so eine schöne Chance gewesen, diesem Menschen eine Freude zu machen. Diese Freude hätte dem Behördenorgan – wenn vielleicht auch unbewußt – den Tag verschönert, ihre verhärmten Züge vielleicht ein wenig aufgehellt. Und der Taxifahrer hätte seine Freude an andere Menschen weitergegeben. Freude ist ansteckend. Ärger aber auch.

Und ich frage mich, ob es nicht hin und wieder besser ist ein Auge zuzudrücken und damit Freude zu machen. Positive Erlebnisse bewirken manchmal mehr als primitive Strafen.

Wir sollten öfters mal versuchen, die  Dinge „durch Positives aus den Angeln zu heben“ !

Die Ausfahrt

Ganz früh bin ich heute aufgestanden. Zumindest für einen Sonntag. Wahrscheinlich einer der letzten Sommersonntage des Jahres. Stahlblauer Himmel weckt mich. Und die Aussicht auf einen besonderen Tag.

Schnell gefrühstückt und Proviant zusammengerichtet und raus aus der Wohnung. Angenehme 20 Grad hat es jetzt in der Früh. Der Proviantsack verschwindet im „Proviantabteil“, ich gleite in den Sitz (nur für sehr Geübte ist es wirklich ein Gleiten) und drücke den Knopf „engine on“. Der Motor ein paar Zentimeter hinter dem Kopf sagt mir mit seinem wunderbaren Sound „Guten Morgen – was unternehmen wir heute J ? Raus aus der Stadt – eine Ausfahrt wär’s“. Also dann ….

In wenigen Minuten sind wir über der Donau und beschließen, nach Orth zu fahren. Die Straßen sind noch fast leer und zügig und mit ihrer unnachahmlichen Kraft zieht die Elise die Landstraße entlang. Wir begrüßen die Felder, die Häuser, die Bäume. Der Auwald ist noch kühl von der Nacht und riecht so gut. Dann sind wir da an der Donau. Fast niemand außer uns ist da und wir beschließen, ein bisschen zu bleiben. Ich setz mich auf eine Bank direkt am Ufer, die Elise hinter mir. Ein kräftiger warmer Sommerwind umbläst uns. Schauen und genießen. Schleppkähne plagen sich stromaufwärts. Eine Hirschkuh schwimmt durch einen Seitenarm der Donau – ganz friedlich und ohne Angst steigt sie am Ufer wieder an Land. Ein paar Paddler ziehen ihre Bahn. Es ist so wunderschön hier.

Aber das Fahren ist ja auch so wunderschön. Also wollen wir weiter. Der Cappucchino ist ausgetrunken, Verdeck auf, Schal um den Hals, Radio an und … „Noch nicht heim, drehen wir noch eine große Runde“ kommt’s aus dem Motor. O.k. Ein bißl Bergfahren wär’s jetzt. Jede Minute länger bedeutet pure Freude länger haben. Die Elise zieht so unbeschreiblich freudvoll die Kurven in Sievering hinauf auf das Cobenzl. Wir schauen hinunter auf Wien und können unser Glück kaum fassen. Es ist so überwältigend schön.

Die Runde führt uns letztendlich über den Schottenhof und das Wiental wieder zurück nach Haus. Fünf Stunden pure Freude, pure Lust am Leben, die ganz tief ins Herz geht. Die Kraft und Energie gibt für ganz lange Zeit.

Die Leidenschaft – wofür auch immer – muß man leben und nicht unterdrücken. Die Vernunft hat hier keinen Platz. Aber die Leidenschaft leben, der Intuition folgen – das macht das Leben erst richtig GUT.

 

 

Schenken ist das neue Shoppen

Wer alte Sachen los werden und anderen damit auch noch eine Freude machen will, kann das jetzt tun: Eine neue Nachbarschafts-Initiative errichtet Geschenkboxen für Jedermann. Die Initiatoren hoffen auf viele Nachahmer.

 Da konnte jemand sein Glück gar nicht fassen: „Ich habe hier ein unabgeschlossenes Fahrrad gefunden. Ist das wirklich umsonst?“ steht da auf einem Zettel an der Pinnwand. Darunter eine krakelige Zeichnung des Fundstücks und eine Telefonnummer – für alle Fälle.

Nachrichten wie diese finden sich fast täglich im Gästebuch oder an der Pinnwand der Givebox in der Steinstraße in Mitte: Die Leute können es nicht fassen, dass ihnen jemand etwas schenken will. Einfach so. Bedingungslos. Anonym. Es sind Nachrichten wie diese, die zeigen, dass die Menschen das Schenken und Beschenkt-werden verlernt haben.

 Eine Gruppe junger Berliner will es ihnen wieder beibringen – mit der Givebox, einer grob zusammengezimmerten, telefonhäuschengroßen Box, ausgestattet mit einem Regal und einer Kleiderstange. Die erste wurde vor zwei Wochen in der Steinstraße in Mitte errichtet. Die Macher wollen aber nicht genannt werden. Sie wollen das Projekt in den Mittelpunkt rücken, nicht sich selbst.

„Die Idee ist eigentlich nicht neu“, sagt der Erfinder der Givebox bescheiden. „Es ist einfach eine Kombination aus Flohmarkt, Second Hand Laden und der altbewährten Kiste im Hausflur.“

Wer kennt das nicht: Man hat Dinge zu Hause, die man selbst nicht mehr braucht, die aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Man kann sie in einer Kiste in den Hausflur stellen. Das funktioniert meist recht gut, stört aber die Vermieter und Nachbarn.

Die Givebox ist die elegantere Lösung. Auf den ersten Blick ist zu sehen: Hier steckt viel Liebe drin. Blumen schmücken das Häuschen, ein silberner Herzluftballon schwebt darüber. Die Glitzerschrift auf dem Torbogen verkündet: „Sharing is caring – teilen heißt sich kümmern.“

Auf der Facebook-Seite und im Gästebuch dokumentieren die Givebox-Nutzer, was sie mitgenommen haben, oder was sie der Box hinzufügen. Das sind mal ein paar Äpfel oder ein bayerischer Gamsbarthut, eine CD oder ein Buch, Plüschtiere oder Elektronikartikel.

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Was für ein Ort !

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Es gibt Orte, die haben das gewisse Etwas. Beim Betreten steigt ein unbestimmtes Wohlgefühl auf.  Warum nur ???

Ein kleines Beisl in einer kleinen Seitengasse in Mariahilf (6.Bezirk in Wien). Ein Hinterhof wie tausende in Wien. Eine Laube wie es noch unzählige gibt. Aber was für ein Hinterhof, was für eine Laube !

Liebevoll gesammelte Pflanzen leben stimmig arrangiert im Hof. In die Laube ist der Orient gekommen. Jeder Sessel, jeder Tisch, jede Lampe – Einzelstücke, mit unendlich viel Liebe und Gspür ausgewählt. Farben und Materialien, die direkt ins Herz gehen und den ganzen Körper wärmen …. uns gut tun.

„… ja, und natürlich das Essen – wie im schönsten Wiener Himmel. Das ausgelöste Backhenderl – Wödklasse !“

Wieder ist es die Leidenschaft und Liebe, mit der die Dinge gestaltet wurden. Sie überträgt sich als positive Energie mit großer Intensität auf die Besucher und verändert deren Stimmung.

If I had a piece of life ….

Farewell letter from Gabriel Garcia Marquez

If for an instant God were to forget that I am rag doll and gifted me with a piece of life, possibly I wouldn’t say all that I think, but rather I would think of all that I say. I would value things, not for their worth but for what they mean. I would sleep little, dream more, understanding that for each minute we close our eyes we lose sixty seconds of light.

I would walk when others hold back, I would wake when others sleep. I would listen when others talk, and how I would enjoy a good chocolate ice cream! If God were to give me a piece of life, I would dress simply, throw myself face first into the sun, baring not only my body but also my soul. My God, if I had a heart, I would write my hate on ice, and wait for the sun to show. Over the stars I would paint with a Van Gogh dream a Benedetti poem, and a Serrat song would be the serenade I’d offer to the moon. With my tears I would water roses, to feel the pain of their thorns, and the red kiss of their petals…

My god, if I had a piece of life… I wouldn’t let a single day pass without telling the people I love that I love them. I would convince each woman and each man that they are my favorites, and I would live in love with love. I would show men how very wrong they are to think that they cease to be in love when they grow old, not knowing that they grow old when they cease to be in love! To a child I shall give wings, but I shall let him learn to fly on his own. I would teach the old that death does not come with old age, but with forgetting. So much have I learned from you, oh men…

I have learned that everyone wants to live on the peak of the mountain, without knowing that real happiness is in how it is scaled. I have learned that when a newborn child squeezes for the first time with his tiny fist his father’s finger, he has him trapped forever. I have learned that a man has the right to look down on another only when he has to help the other get to his feet. From you I have learned so many things, but in truth they won’t be of much use, for when I keep them within this suitcase, unhappily shall I be dying.

Weinhügelwärts

Weil’s so gänsehäutig schaudernd schön ist…

Oskar Werner liest “ Hymus an den Kahlenberg“

Zum Nachdenken

„Wie würdest du handeln, wenn du frei von Angst wärst?“

Fair Fashion

Facts do not cease to exist because they are ignored
(Alous Huxley, 1894-1963)

Das Fundament von Fair Fashion sind die direkten Handelspartnerschaften. Manche davon sind bereits gewachsen und stark. Bei anderen steht man am Anfang der Entwicklung. Man achtet darauf, dass die Produkte unter menschenwürdigen und möglichst umweltschonenden Bedingungen hergestellt und fair bezahlt werden. Langfristige und verlässliche Zusammenarbeit eröffnet Zukunftsperspektiven für die Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Deren Können spiegelt sich in Fair Fashion. Ob sie für Sie passt, entscheiden Sie selbst. Mit einem Blick in den Spiegel und mit einem Blick dahinter.

Sasha, Indien

„Die HandwerkerInnen verfügen über wenige Ressourcen, sind aber reich an Kultur, traditionellem Wissen, handwerklichen Fähigkeiten und kreativem Ausdruck“ meint Roopa Metha von Sasha, einer NGO im indischen Kolkata.
Sasha ist darum bemüht, Handwerksgruppen sowie das Kleingewerbe zu fördern. Die Organisation unterstützt die ProduzentInnen durch Workshops und Ausbildungskurse, sorgt dafür, dass die Produkte einen Markt finden, unterstützt die Gruppen in der Ausarbeitung neuer Designs und achtet auf die Einhaltung der Kriterien des Fairen Handels. Von der Arbeit Sashas profitieren an die 5000 ProduzentInnen, 70 Prozent davon sind Frauen.
Während die auf dem Markt gekauften Rohstoffe von Kleinbetrieben verarbeitet werden findet die Endfertigung in vier Schneiderwerkstätten statt. Gruppen von um die 30 Frauen haben hier eine neue Lebensperspektive gefunden. „Aus drei, vier unsicheren Frauen, die vorher kaum aus dem Dorf heraus gekommen waren, hat sich eine selbständige starke Gruppe entwickelt, die heute sogar für den Exportmarkt produziert“ stellt Roopa Metha von Sasha fest. „Nicht nur die Einkommenssituation der Betroffenen hat sich verbessert, auch ihr Selbstbewusstsein ist gewachsen. Die Arbeit in der Werkstätte hat ihnen das Gefühl von Stabilität und Sicherheit gegeben“.

Fair Fashion zieht an

Unter diesem Motto starteten Österreichs Weltläden im Jahr 2010 eine Kampagne, die sich mit den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie auseinandersetzt und eine faire Alternative dazu im Weltladen anbot.

„In der kommerziellen Textilproduktion geht es in erster Linie um das Ergebnis und nicht so sehr um die Menschen“ meinte der Geschäftsführer von Craft Aid (einer Partnerorganisation des Fairen Handels) damals dazu. „Auch wir sind am Ergebnis interessiert, aber bei uns kommen die Menschen vor dem Profit“.

Transparenz in der Herstellung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Bemühen um das Erreichen ökologischer Standards sind für Weltläden nicht nur ein Lippenbekenntnis sondern Arbeitsauftrag – das breite Angebot an Textilien aus Fairem Handel gibt davon Zeugnis ab.

Anukoo gibt Fairer Mode einen Namen.

http://www.weltlaeden.at
http://www.weltcafe.at
http://www.anukoo.com

WIEN GEHT – das Buch

WIEN GEHT – 25 Wege & 30 Orte in und um Wien

Spazierst du gerne über grüne Wiesen, flanierst du mit Leidenschaft durch belebte Gassen, überholst du lächelnd Autokolonnen und hast du den inneren Drang, ständig neue Wege auszuprobieren? Gratulation, dann bist du ein echter WildUrb und könntest mit diesem Buch deinen »Wien-Horizont« erweitern. O.K., vielleicht bist du aber auch eher ein Faulsack, der dazu neigt, am Sofa anzuwachsen. Auch kein Problem, denn dann hat dir einfach noch keiner gezeigt, wie viel Spaß es macht, sich in und um die Stadt per pedes zu bewegen. Denn es geht ganz einfach: Stelle dich auf die Füße, packe Buch und Jause in den Rucksack, schnappe dir eventuell deine Liebsten, schlage irgendeine Buchseite auf und schon kann dein erstes Abenteuer beginnen! Viel Spaß beim »Urben«!

http://www.wildurb.at

Willkommen bei Wegweise

Hervorgehoben

Leben auf freudvolle, intuitive Weise 

Das Werteverständnis unserer Gesellschaft legt den Schwerpunkt auf immer zuviel auf Produktivität, Wachstum und Konsum. Durch den damit verbundenen Leistungsdruck sind die Freiheit zur kreativen Entfaltung, die Intuition als Grundlage für persönliche Entscheidungen und das Gefühl für die Natur bei Vielen abhanden gekommen.
Aber nicht nur das – viele haben verlernt, ihrer „inneren Weisheit“ zu vertrauen und haben das Bewusstsein dafür verloren, wie wichtig die Weitergabe und Bewahrung des wertvollen alten Wissens und Könnens in allen Bereichen des Lebens als Basis für nachhaltiges Neues ist.

WEGWEISE motiviert und inspiriert dazu, authentisch zu leben und die „innere Weisheit“ wieder  für sich zu entdecken.

WEGWEISE –  Themenschwerpunkte:

  • GESUNDHEIT Balance auf allen Ebenen des Daseins finden
  • NEUE WEGE Gewohntes hinterfragen und neue Ansätze wagen
  • LEBENSARTSchönes für sich entdecken und wachsen lassen

Gestalten wir gemeinsam die Welt, in der wir leben wollen!