Ach wie schön !

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Ein Platz so schön, daß man ihn nicht beschreiben kann. Man muß ihn erleben.Ihn sehen, riechen, hören und spüren.

Die Stimmigkeit und Vollkommenheit in der  Einfachheit läßt uns den Atem anhalten und …. innehalten.

Niedersulz, NÖ

Es wäre eine Chance gewesen

Heute Mittag beobachtete ich eine Situation, die die Chance auf eine schöne und positive Lösung in sich barg.

Vor einem Supermarkt hat ein Taxifahrer in einer Halteverbotszone für wenige Minuten sein Auto abgestellt, um sich eine Wurstsemmel und etwas zu trinken zu kaufen. Es war Mittag, es war heiß und die Straße wie ausgestorben. Als er zum Auto zurückkam hat die Parkraumüberwacherin (so nennt man diese Organe, glaub ich) gerade den Strafzettel ausgestellt. Eine verhärmte, frustriert wirkende, ungesund ausschauende ältere Frau. Es waren jede Menge Parkplätze in dieser Zone frei – alles war leer. Der Taxifahrer – ein junger, sehr sympathischer Mann mit afrikanischem Migrationshintergrund – bat das Behördenorgan, es bei einer Abmahnung zu belassen. Da Dame nahm nämlich kein Bargeld, sondern es würde ein Strafmandat per Post an die Taxifirma folgen. Und dann wäre sein Job dahin. Auf äußerst unfreundliche, ja gerade ungehörige Art, mit Worten, die ich nicht wiedergeben möchte, machte sie ihrem in vielen Jahren angehäuften Frust an diesem armen Teufel Luft. Die Straße war menschenleer, niemand hätte es gesehen, wenn sie ihn einfach nur verwarnt hätte. Ihm vielleicht auch ein Lächeln geschenkt hätte. Ich bin sicher, er hätte das nächste Mal woanders geparkt.

Das wäre so eine schöne Chance gewesen, diesem Menschen eine Freude zu machen. Diese Freude hätte dem Behördenorgan – wenn vielleicht auch unbewußt – den Tag verschönert, ihre verhärmten Züge vielleicht ein wenig aufgehellt. Und der Taxifahrer hätte seine Freude an andere Menschen weitergegeben. Freude ist ansteckend. Ärger aber auch.

Und ich frage mich, ob es nicht hin und wieder besser ist ein Auge zuzudrücken und damit Freude zu machen. Positive Erlebnisse bewirken manchmal mehr als primitive Strafen.

Wir sollten öfters mal versuchen, die  Dinge „durch Positives aus den Angeln zu heben“ !

Die Ausfahrt

Ganz früh bin ich heute aufgestanden. Zumindest für einen Sonntag. Wahrscheinlich einer der letzten Sommersonntage des Jahres. Stahlblauer Himmel weckt mich. Und die Aussicht auf einen besonderen Tag.

Schnell gefrühstückt und Proviant zusammengerichtet und raus aus der Wohnung. Angenehme 20 Grad hat es jetzt in der Früh. Der Proviantsack verschwindet im „Proviantabteil“, ich gleite in den Sitz (nur für sehr Geübte ist es wirklich ein Gleiten) und drücke den Knopf „engine on“. Der Motor ein paar Zentimeter hinter dem Kopf sagt mir mit seinem wunderbaren Sound „Guten Morgen – was unternehmen wir heute J ? Raus aus der Stadt – eine Ausfahrt wär’s“. Also dann ….

In wenigen Minuten sind wir über der Donau und beschließen, nach Orth zu fahren. Die Straßen sind noch fast leer und zügig und mit ihrer unnachahmlichen Kraft zieht die Elise die Landstraße entlang. Wir begrüßen die Felder, die Häuser, die Bäume. Der Auwald ist noch kühl von der Nacht und riecht so gut. Dann sind wir da an der Donau. Fast niemand außer uns ist da und wir beschließen, ein bisschen zu bleiben. Ich setz mich auf eine Bank direkt am Ufer, die Elise hinter mir. Ein kräftiger warmer Sommerwind umbläst uns. Schauen und genießen. Schleppkähne plagen sich stromaufwärts. Eine Hirschkuh schwimmt durch einen Seitenarm der Donau – ganz friedlich und ohne Angst steigt sie am Ufer wieder an Land. Ein paar Paddler ziehen ihre Bahn. Es ist so wunderschön hier.

Aber das Fahren ist ja auch so wunderschön. Also wollen wir weiter. Der Cappucchino ist ausgetrunken, Verdeck auf, Schal um den Hals, Radio an und … „Noch nicht heim, drehen wir noch eine große Runde“ kommt’s aus dem Motor. O.k. Ein bißl Bergfahren wär’s jetzt. Jede Minute länger bedeutet pure Freude länger haben. Die Elise zieht so unbeschreiblich freudvoll die Kurven in Sievering hinauf auf das Cobenzl. Wir schauen hinunter auf Wien und können unser Glück kaum fassen. Es ist so überwältigend schön.

Die Runde führt uns letztendlich über den Schottenhof und das Wiental wieder zurück nach Haus. Fünf Stunden pure Freude, pure Lust am Leben, die ganz tief ins Herz geht. Die Kraft und Energie gibt für ganz lange Zeit.

Die Leidenschaft – wofür auch immer – muß man leben und nicht unterdrücken. Die Vernunft hat hier keinen Platz. Aber die Leidenschaft leben, der Intuition folgen – das macht das Leben erst richtig GUT.

 

 

Schenken ist das neue Shoppen

Wer alte Sachen los werden und anderen damit auch noch eine Freude machen will, kann das jetzt tun: Eine neue Nachbarschafts-Initiative errichtet Geschenkboxen für Jedermann. Die Initiatoren hoffen auf viele Nachahmer.

 Da konnte jemand sein Glück gar nicht fassen: „Ich habe hier ein unabgeschlossenes Fahrrad gefunden. Ist das wirklich umsonst?“ steht da auf einem Zettel an der Pinnwand. Darunter eine krakelige Zeichnung des Fundstücks und eine Telefonnummer – für alle Fälle.

Nachrichten wie diese finden sich fast täglich im Gästebuch oder an der Pinnwand der Givebox in der Steinstraße in Mitte: Die Leute können es nicht fassen, dass ihnen jemand etwas schenken will. Einfach so. Bedingungslos. Anonym. Es sind Nachrichten wie diese, die zeigen, dass die Menschen das Schenken und Beschenkt-werden verlernt haben.

 Eine Gruppe junger Berliner will es ihnen wieder beibringen – mit der Givebox, einer grob zusammengezimmerten, telefonhäuschengroßen Box, ausgestattet mit einem Regal und einer Kleiderstange. Die erste wurde vor zwei Wochen in der Steinstraße in Mitte errichtet. Die Macher wollen aber nicht genannt werden. Sie wollen das Projekt in den Mittelpunkt rücken, nicht sich selbst.

„Die Idee ist eigentlich nicht neu“, sagt der Erfinder der Givebox bescheiden. „Es ist einfach eine Kombination aus Flohmarkt, Second Hand Laden und der altbewährten Kiste im Hausflur.“

Wer kennt das nicht: Man hat Dinge zu Hause, die man selbst nicht mehr braucht, die aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Man kann sie in einer Kiste in den Hausflur stellen. Das funktioniert meist recht gut, stört aber die Vermieter und Nachbarn.

Die Givebox ist die elegantere Lösung. Auf den ersten Blick ist zu sehen: Hier steckt viel Liebe drin. Blumen schmücken das Häuschen, ein silberner Herzluftballon schwebt darüber. Die Glitzerschrift auf dem Torbogen verkündet: „Sharing is caring – teilen heißt sich kümmern.“

Auf der Facebook-Seite und im Gästebuch dokumentieren die Givebox-Nutzer, was sie mitgenommen haben, oder was sie der Box hinzufügen. Das sind mal ein paar Äpfel oder ein bayerischer Gamsbarthut, eine CD oder ein Buch, Plüschtiere oder Elektronikartikel.

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Was für ein Ort !

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Es gibt Orte, die haben das gewisse Etwas. Beim Betreten steigt ein unbestimmtes Wohlgefühl auf.  Warum nur ???

Ein kleines Beisl in einer kleinen Seitengasse in Mariahilf (6.Bezirk in Wien). Ein Hinterhof wie tausende in Wien. Eine Laube wie es noch unzählige gibt. Aber was für ein Hinterhof, was für eine Laube !

Liebevoll gesammelte Pflanzen leben stimmig arrangiert im Hof. In die Laube ist der Orient gekommen. Jeder Sessel, jeder Tisch, jede Lampe – Einzelstücke, mit unendlich viel Liebe und Gspür ausgewählt. Farben und Materialien, die direkt ins Herz gehen und den ganzen Körper wärmen …. uns gut tun.

„… ja, und natürlich das Essen – wie im schönsten Wiener Himmel. Das ausgelöste Backhenderl – Wödklasse !“

Wieder ist es die Leidenschaft und Liebe, mit der die Dinge gestaltet wurden. Sie überträgt sich als positive Energie mit großer Intensität auf die Besucher und verändert deren Stimmung.

If I had a piece of life ….

Farewell letter from Gabriel Garcia Marquez

If for an instant God were to forget that I am rag doll and gifted me with a piece of life, possibly I wouldn’t say all that I think, but rather I would think of all that I say. I would value things, not for their worth but for what they mean. I would sleep little, dream more, understanding that for each minute we close our eyes we lose sixty seconds of light.

I would walk when others hold back, I would wake when others sleep. I would listen when others talk, and how I would enjoy a good chocolate ice cream! If God were to give me a piece of life, I would dress simply, throw myself face first into the sun, baring not only my body but also my soul. My God, if I had a heart, I would write my hate on ice, and wait for the sun to show. Over the stars I would paint with a Van Gogh dream a Benedetti poem, and a Serrat song would be the serenade I’d offer to the moon. With my tears I would water roses, to feel the pain of their thorns, and the red kiss of their petals…

My god, if I had a piece of life… I wouldn’t let a single day pass without telling the people I love that I love them. I would convince each woman and each man that they are my favorites, and I would live in love with love. I would show men how very wrong they are to think that they cease to be in love when they grow old, not knowing that they grow old when they cease to be in love! To a child I shall give wings, but I shall let him learn to fly on his own. I would teach the old that death does not come with old age, but with forgetting. So much have I learned from you, oh men…

I have learned that everyone wants to live on the peak of the mountain, without knowing that real happiness is in how it is scaled. I have learned that when a newborn child squeezes for the first time with his tiny fist his father’s finger, he has him trapped forever. I have learned that a man has the right to look down on another only when he has to help the other get to his feet. From you I have learned so many things, but in truth they won’t be of much use, for when I keep them within this suitcase, unhappily shall I be dying.

Im Sturm

 Sonntag vormittag in Wien:

Zur Zeit kann man live beobachten, wie sich New York auf Hurricane Irene vorbereitet. Facebook, Twitter, Blogs, die Medien – alle Welt ist mit dabei.

Hier ein paar Beispiele, die zeigen sollen, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind und Herausforderungen gemeinsam meistern können.

LIVE BLOG

TWITTER LOCAL ( UPPER AST SIDE)

HURRICANE TRACKING MAP

LIVE CAM

Weinhügelwärts

Weil’s so gänsehäutig schaudernd schön ist…

Oskar Werner liest “ Hymus an den Kahlenberg“

Wie geht es Ihnen ?

Neulich fragte mich eine Bekannte „Wie geht es Ihnen denn ?“ „Wunderbar“ antwortete ich. Konsterniert sah sie mich an. Das war nicht die Antwort, die sie erwartet hatte. Ein Mensch, dem es „wunderbar“ geht ? Suspekt, höchst suspekt ! Kein Jammern über das Wetter, keine Klagen über ein gesundheitliches Problem !? „Aha“ sagte sie und ihr Interesse verebbte schlagartig.

Ein Mensch ohne Leiden ist ungewohnt und verdächtig und bietet keinerlei Gesprächsbasis.

 Beobachten Sie einmal ganz bewusst in der U-Bahn, im Restaurant, beim Friseur, worüber die Leute sich unterhalten. Über Krankheit und sonstige Heimsuchungen des täglichen Lebens. Interessanterweise gibt es dabei keine großen Unterschiede zwischen Jung und Alt. Hin und wieder lass ich mich hinreißen und misch mich ein.Versuche den Damen Lebensfreude „einzuhauchen“.

Besonders beim Friseur gibt es dafür reichlich Gelegenheit. Kaffee und Kuchen lehnen sie ab, „weil ich darf das alles ja nicht essen, obwohl ich’s so gern essen tät – alles hat man mir verboten …“ Ja, vielleicht ein Gläschen Sekt ? „Nein, nur das nicht, in meinem Alter und noch dazu am Vormittag !“ „Die Kinder besuchen mich auch so selten – überhaupt, es ist ein Jammer … Aber es muß ja gehen ….“

 Aufwachen, meine Damen:  es gibt ein herrliches Wort, das nahezu alles ermöglicht und Berge versetzen kann: Lebensfreude ! Diese Freude am Dasein ist so stark, dass nahezu nichts sie bezwingen kann. Sie ist bei jedem Menschen vorhanden, nur muß sie manchmal mit ein bisschen Hilfe und Unterstützung erst hervorgeholt werden. Und ist sie dann in all ihrer Pracht da – dann haben Jammerei, Leiden und all die anderen vermeintlichen Bürden des Lebens keine Chance mehr. Es ist schade um jeden Augenblick, den man für negative Gedanken verwendet – das Leben bietet eine solche Fülle von Herrlichkeiten. Jeden Moment. Einfach der eigenen Intuition folgen, sich von den Erwartungen anderer befreien – und plötzlich bietet sich eine unendliche Vielfalt an Möglichkeiten.

 Es ist wie beim Running Sushi – all die schönen und hässlichen Dinge des Lebens fahren an uns vorbei und es ist an uns zu entscheiden, ob wir nach den schönen oder den leidvollen greifen. Greifen wir nicht zu, tut sich nichts, verändert sich nichts, und das Band dreht weiter seine Runden.

 Man muß nur zugreifen !

Die Regisseurin der Blumen

Ich beobachte die junge Verkäuferin in dem kleinen Blumengeschäft wie sie die so geschmackvoll auf dem Gehsteig drapierten Pflanzen gießt.

Berlin, Prenzlauer Berg

Berlin, Prenzlauer Berg

Sie gießt sie nicht nur – sie hält auf eine besondere Weise Zwiesprache mit den Rosen, den Hortensien, ja selbst dem Katzengras. Als würde sie ihnen einen guten Morgen wünschen und nach ihrem Befinden fragen

Ich will wissen, was diese junge Frau anders macht und folge ihr ins Geschäft. Es ist etwas Besonderes in diesem Raum – neben dem Duft und den herrlichen Farben, das ich noch nicht definieren kann. Ich bestelle einen Sommerstrauß und beobachte …… Mit langsamen, sehr bewussten Bewegungen nimmt die junge Frau Blume für Blume aus den Vasen und arrangiert sie in ihrer Hand. Sie betrachtet jede einzelne Blume lang und intensiv bevor sie sie zu den anderen steckt, als ob sie deren Besonderheiten, Eigenschaften, Energie erforschen würde. Dreht sie, riecht kurz an ihr – und steckt sie an den für sie genau richtigen Platz im Strauß. Wie ein Regisseur seine Schauspieler auf der Bühne an den jeweils einzig richtigen Platz stellt. Ich wünschte, dieses Halten, Betrachten, Arrangieren würde niemals enden. Ich genieße jeden Augenblick dieses Schauspiels und fühle etwas in mir. Ein seltsam warmes Gefühl durchfließt den Körper. Was ist das ? Es ist die Liebe, die positive Energie dieser jungen Frau, die sich auf alles in ihrem Umkreis überträgt. Die Liebe, mit der sie macht, was sie gerade macht. Die Leidenschaft für ihren Beruf, für ihr Tun – die überträgt sich auf alles in ihrer Nähe. Auf die Blumen, die Menschen – auf alles.

Selbst die Art, wie sie den kugeligen, hinreißenden Blumenstrauß, der Sommer pur verkörpert, in das in Farbe und Haptik wieder einzig passende Papier hüllt – es ist als ob sie mit jeder Bewegung den Strauß noch einmal streichelt bevor sie ihn mir mit dem hinreißendsten aller Lächeln in die Hand gibt. Ihre Augen strahlen und ich wäre gerne noch Stunden geblieben und hätte sie einfach nur beobachtet. Die junge Verkäuferin in dem kleinen Blumenladen !

Ich gehe wie im Traum die Straße entlang und fühle diese positive Energie in mir. Sogar beim Schreiben dieser Zeilen spürt man sie wieder.

Wir wundern uns oft, warum manche Menschen etwas „so gut machen“ oder „so gut sind“. Wir spüren – bewusst oder unbewußt – die positive Energie, die sie auf die von ihnen erzeugten Produkten oder Tätigkeiten übertragen. Weil sie mit tiefster Leidenschaft und Liebe tun, was sie tun.

Weil sie ihrer Intuition gefolgt sind.