Stopp Acta Demo

Ich war dabei. Eine inmitten tausender Menschen, die für die Freiheit des Internet und die Wahrung der Demokratie aktiv eintreten. In ganz Europa waren heute zigtausende Menschen auf der Straße um zu demonstrieren.
Der Demo-Zug zog die größte Einkaufsstraße Österreichs entlang bis zum Parlament. Vom LKW höllerte der Beat. Tausende Guy Fawkes Masken, Transparente, selbstgebastelte Schilder, Trommelrhytmen verwandelten diesen Konsumboulevard in ein Meer von Buntheit. Ein endloser dichter Zug fröhlicher Menschen brachte mit einem Mal Leben in die nichtssagende Geschäftsmeile. Nahmen sie einfach in Beschlag. Mit Lebenslust, Selbstbewusstsein und Freude. Und mit ihrem Willen, mit all ihrer friedlichen Kraft für etwas zu kämpfen.

Manche Zuschauer mit Einkaufssackerln an den Armen hängend machten Fotos und viele schauten bewundernd. Wie gern hätten sie sich uns angeschlossen. Wären einmal in ihrem Leben nicht angepasst gewesen. Hätten nicht funktionieren müssen. Hätten einmal gelebt. Aber irgendwas hielt sie zurück. Angst. Aber wovor? Angst davor, für Freiheit einzutreten? Angst davor sich zu exponieren? Angst vor dem , was die Nachbarn denken würden? Sehen sie nicht, was vor sich geht, wie unfrei sie sind und dass es in unserer Hand liegt, das zu ändern oder gar nicht erst zuzulassen? Was muss geschehen, damit aus dieser Angst Mut wird?

Fahle, ausdrucklose Gesichter, die aschgrau waren mit leeren Augen mitten drin, säumten die Straße. Ihnen wurde buchstäblich vor Augen geführt, dass es anderes gibt als Konsumrausch und Geld. Etwas viel befriedigenderes, verbindendes, gemeinsames – ein Ziel, eine eigene Meinung. Sie verbindet gar nichts. Sie trennt höchstens Neid und Gier.

Uns verbindet das gemeinsame Ziel, das Engagement, der Spirit. Diese Einheit hat gewaltige Energie, die jeder förmlich körperlich spürt.

Sie verstehen das vielleicht nicht gleich, aber intuitiv merken sie, dass ihnen etwas fehlt. Und dieses Gefühl lässt ihre Gesichter ausdruckslos und die Augen leer erscheinen. Und diese Leere versuchen sie mit Konsum zu füllen.

Die Zukunft unserer Stadt war auf der Straße. Die Zukunft unserer Gesellschaft ist bunt, ist selbstbewusst, lässt sich nicht überwachen und zu Systemrobotern machen. Wunderbar, ein Teil davon zu sein.

 

Gwyneth und die Bettler

Gwyneth Paltrow, die amerikanische Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgering macht Werbung für eine vegetarische Fertigkostllinie der Supermarktkette SPAR und ich frage mich, was sie sich eigentlich dabei gedacht hat ? Oder ob sich irgendjemand etwas dabei gedacht hat ?

Der Werbespot zeigt Gwyneth ganz natürlich, in Jeans, mit Fahrrad und Blumenstrauss in einem stilvollen französischem Landhaus. Sie bereitet sich für eine Preisverleihung vor, wählt ein Kleid, Schuhe, schreibt eine Rede – und isst noch schell etwas. Man sieht sie mit fragendem Ausdruck vor dem Kühlschrank stehen und  einen Schnitt später etwas verschämt an einem großen Holztisch sitzen. Dieser biegt sich unter mindestens 15 verschiedenen Gerichten, ein Festmahl für 30 Personen. „Manchmal ist die beste Entscheidung keine Entscheidung“ sagt die Stimme aus dem off und Gwyneth lächelt dazu etwas verkrampft und hat noch immer nichts gegessen.

Erinnert Sie das auch an Marie Antoinette ? In Zeiten der Sparpakete und der zunehmenden sozialen Unsicherheit, sollen wir mit Verschwendung verführt werden ? Ein Werbegag ? Oh nein, dazu ist die Botschaft zu deutlich: wenn wir uns nicht entscheiden können – warum nicht einfach alles nehmen, auch wenn wir es weder aufessen – noch sonst gebrauchen können.

Dies ist die Botschaft des Konsums. Mehr, mehr, mehr – gieriges Raffen macht nicht einmal mehr vor gesunder Biokost halt. Abgesehen davon, dass in industriell zubereiteten Fertiggerichten einer Supermarktkette wohl nicht mehr viel gesunde Biokost zu finden ist, selbst wenn die Marke Veggie heißt und die Verpackung richtig  frisch aussieht.

Vor vielen Wiener Supermärkten stehen rumänische Bettler. Oftmals in dünner Kleidung, frierend und sichtlich nicht gesund. Ich bin immer erstaunt, wie viele Menschen achtlos an Ihnen vorbeigehen, anstatt ihnen Kleidung, ein wenig Geld,  – oder zumindest ein Lächeln zu schenken. Ich denke die meisten sind irritiert, denn wenn man aus einem gut sortierten Supermarkt mit prall gefüllten Tragetaschen kommt, möchte man nicht mit hungrigen oder verzweifelten Augen konfrontiert werden.

Wir sind eben Gwyneth Paltrow die 15 Sorten Veggie vor sich auftürmt – und nicht Mariana aus Sofia die Zahnschmerzen und eine große Familie hat, die Sie durch Betteln ernähren muss. Aber ist es nicht auch die übersättigte und gierige Gwyneth Paltrow die Mariana aus Sofia dazu zwingt bei Regen und Schnee vor einer Supermarktkette zu betteln? Sie finden den Vergleich zu weit hergeholt ?

Wenn jemand zuviel hat, muss jemand anderer zuwenig haben. Das sind die Gesetze dieses Universums – auch wenn uns die Werbung mit allem Zynismus und berechnender Kaltschnäuzigkeit etwas anderes glauben machen will.

Wahr ist jedenfalls, dass Gwyneth und Mariana sich gegenseitig bedingen – und daran sollten wir denken, wenn wir Veggie kaufen, Bettler sehen oder die Qual der Wahl haben.

Über die Gesundheit

WEGWEISE ZUM HÖREN

Teil II: Was ist Stress ?

Eine Betrachtung gängiger Begriffe und deren Zusammenhänge und Bedeutung für Leib, Geist und Seele. Im Mittelpunkt steht diesmal Stress.

Eine inhaltliche  Zusammenfassung bei gleichzeitiger Vertiefung anlässlich des Workshops vom 29.1.2012.

Was ist Stress ?

Teil I: Was ist Gesundheit ?

 

Das Leben, das ich nie geführt hab

… das Leben, das ich nie geführt hab – es wär plötzlich da ……..

Ist das nicht Grund genug, Alteingefahrenes zu hinterfragen, Entscheidungen zu treffen, etwas zu wagen ohne Angst zu haben, sich in das Abenteuer Leben zu stürzen, nicht mehr nur zuzuschaun, nicht mehr so zu tun als ob alles gut wär, nach vorne zu blicken in die Welt, die man nie sah –

das Leben mit Leben zu füllen ?

Kohlrabi, Broccoli, Karfiol & Co

Noch ist es Winter, obwohl die Tage schon länger werden, und noch gibt es sie, die herrlichen Wintergemüse: Kohlrabi, Broccoli, Karfiol, …

Naschmarkt / Foto ©wegweise

Sie sind günstig zu bekommen, kommen aus der Region und lassen sich einfach zu köstlichen Cremesuppen verarbeiten:

Schalotten in Butter anschwitzen, Gemüse in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Mit 3/4 l Suppe aufgießen und bissfest kochen. Mit einem Stabmixer pürieren, mit 1/8 l Obers aufgießen und noch einmal kurz aufkochen.

Würzen mit Salz, Pfeffer, Balsamico, Zitronensaft, eine Prise Zucker, Sonnentor-Suppenkräutern.

Die Suppen schmecken sooooo köstlich und sind wegweisend: regionale und saisonale Gemüse, natürliche Sonnentor-Gewürze.

 

Ingwertee

Jetzt, wo Erkältungen um sich greifen, schnell herrlichen Ingwer-Tee zubereiten und genießen. Unsere Wegweise-Zubereitung geht ganz einfach:

frischen Ingwer in kleine Stücke schneiden
ein paar Gewürznelken
ein paar Kerne Kardamom
eine Zimtstange

mit heißem Wasser überbrühen, ca. 10 Minuten ziehen lassen.


Schluckweise genossen wärmt dieser Trunk den ganzen Körper und hilft schnell und zuverlässig gegen Erkältungen.

Meine Ingwerteetasse steht gerade vor mir ………

Der weise Herr Hermanek

Heute durfte ich Herrn Hermanek kennenlernen.

Ich habe ihn in seiner Wohnung nahe der Wattgasse im 17. Bezirk besucht und er hat mir aus seinem Leben erzählt. “ Ich habe die Menschen immer geliebt“ sagt er und lächelt dabei.

Eine Lebensgeschichte

Winterparadies mitten in der Stadt

Die schönsten Dinge gibt es völlig umsonst:

grenzenloses Wintervergnügen mitten in Wien. Mit der U-Bahn direkt ins Winterparadies. Eislaufen, Eishockey, Eisschießen, Eiswandern. Schneewandern, Langlaufen. Zwischendurch eine heiße Fritattensuppe …

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Alte Donau in Wien – Fotos ©wegweise

Klirrende Kälte, strahlende Sonne – die Schönheit ist überwältigend.

Ein Winteridyll wie aus dem Bilderbuch.

Wien im Februar

Wie wollen wir leben?

Wenn wir uns die Frage stellen, wie wir wirklich leben wollen, gelangen wir unweigerlich zu dem Schluß, dass viele Bereiche und Begriffe hinterfragt und neu definiert werden müssen:

Wohlstand – besteht er wirklich nur in materiellen Werten ? Bedarf es nicht vielmehr einer Neudefinition im Sinne von WOHL-befinden?

Bedingungsloses Grundeinkommen – stellt es vielleicht die Basis für ein selbstbestimmteres Leben dar? Ein Ende der modernen Sklaverei und damit den Beginn einer um vieles produktiveren weil freudvollen und leidenschaftlichen Arbeitswelt? Ermöglicht die Entkoppelung von Existenzsicherung und Arbeit nicht eine ganz neue Definition des Begriffs „Arbeit“?

Wachstum um jeden Preis – ist das die einzige Maßeinheit für Fortschritt? Endloses Wachstum bei beschränkten Ressourcen – wie soll das gehen?

Qualität statt Quantität – sollte das nicht das moderne Kriterium in allen Lebensbereichen sein? Wenn wir uns öfter die Warum-Frage stellen, entscheiden wir uns nicht intuitiv für Qualität?

Foto: ©wegweise

Altes versus Neues – ist alt immer schlecht und neu immer gut? Ist nicht vielmehr das Zusammenspiel von beiden das Rezept? Es gibt kein Neues ohne das Alte und von wem lernen die Jungen wenn nicht von den Alten? Ist ein Leben ohne die alten Künste und Fertigkeiten nicht leer? Alt braucht Neu und Neu braucht Alt – oder etwa nicht?

Nachhaltigkeit – ist der momentan maximal erzielbare Gewinn das einzige Ziel? Ist nicht eher Nachhaltigkeit der wirkliche Schlüssel zum Erfolg? Ist verantwortungsvolles, sorgsames Handeln nicht viel befriedigender und entspricht es nicht der Natur des Menschen?

Neue Kultur der Arbeit – vom menschlichen Hochleistungsroboter hin zum freien Menschen mit dem Fokus auf Teamarbeit, mit neuen Arbeitsformen, in freudvoller wertschätzender Amosphäre…. wird nicht das in Zukunft das Geheimrezept langfristig erfolgreicher Unternehmen sein? Kann wahre Kreativität und wertvolle Arbeit und damit langfristiger Erfolg denn nicht nur unter hochwertigen Bedingungen entstehen?

Überlegen wir gemeinsam, wie wir in Zukunft leben wollen, es liegt in unserer Hand.Jeder entscheidet darüber jeden Augenblick.