Impressionen einer Stadt im Advent

Eine Stadt in vorweihnachtlicher Stimmung. Stille Gassen. Verträumte Innenhöfe. Schlafende Gastgärten. Prachtvolle Auslagen.

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Einblicke in warme Stuben. Blicke hinein, hinhaus und hindurch.

Die Stadt schmückt sich, taucht sich in warmes Licht und wartet freudig auf das ganz große Fest.

Fotos: ©wegweise

Jung & Alt – Wegweise

Hier ältere Menschen mit all ihrer Erfahrung und Weisheit. Mit einem offenen und neugierigen Geist. Mit ihrem grenzenlosen Mut und Selbstvertrauen.

Da die jungen Leute mit all ihrer Impulsivität, Energie. Ihrer Fülle an Ideen, ihren Visionen. Ihrer Ungestümtheit und ihrem Optimismus.

Die Jugend hat so viele Ideen und weiß intuitiv ganz genau, was zu ändern ist und wohin der Weg führt, was das Ziel ist.

Die Älteren wissen, wie man diesen Weg beschreitet, sich auf ihm fortbewegt. Wie man sich nicht von ihm abbringen lässt und auch steile Wegstücke meistert.

Die Zusammenarbeit beider Gruppen für eine Sache hat ein ungeheures Potential mit nahezu unbezwingbarer Kraft.

Beide sind Wegweise.

Bringen wir sie zusammen und ermutigen wir Sie, gemeinsam aktiv zu werden und ihre gebündelte Energie zu nützen !

Foto: ©wegweise

Die Kraft spüren

Wenn die geballte Energie der an einem sonnigen Herbsttag am Nussberg gesammelten Hedscherln wie Smaragde im Teeglas leuchtet, der mit Schokolade überzogene Früchtelebkuchen duftet, es draußen nebelig und düster ist, aber drinnen die Kerzen leuchten und wohlige Wärme uns umgibt, man ganz bewußt nichts tut – dann fühlt man die Kraft, die in uns wohnt, spürt das Leben in all seiner Wärme und Energie ….

 

Foto: ©wegweise

Fangen wir bei den kleinen Dingen an ….

Wir möchten die Menschen nicht rehabilitieren. Dies würde bedeuten, Ihnen auf verschiedene Art Kraft zu geben, so weiter machen zu können wie bisher. „Es aushalten“ zu können.

Wir möchten die Menschen regenerieren. Das in Ihnen vorhandene, bisher verdeckte, schlummernde Potential wecken. Es bewusst und erlebbar machen. Sie spüren lassen, wie viel Selbstbewusstsein, Wohlempfinden und Zufriedenheit man erreichen kann, wenn man dem, wofür das Herz leidenschaftlich schlägt, genügend Platz gibt. Ihnen Mut machen zum Loslassen und zur Veränderung. Sie begleiten auf der aufregenden Reise der Veränderung.

Plötzlich braucht man viel weniger, um so viel mehr zu bekommen. Spürt eine fantastische Kraft im Geist und im Körper.

Fangen wir beiden kleinen Dingen an:

Viele Dinge – Handarbeiten, Malen, Musizieren, … – die man früher einmal leidenschaftlich betrieben hat, sind irgendwie in Vergessenheit geraten. Passen nicht mehr in des Lebens, sind auf der Strecke geblieben. Hin und wieder denkt man daran zurück. Ein seltsam warmes, wehmütiges Gefühl steigt auf. „Wie schön war das doch …“. Aber der Alltag holt einen gleich zurück: „Keine Zeit mehr …“

Erinnern wir uns doch, welche schier unbezwingbare Kraft, welches Gefühl der Stärke, der Unbezwingbarkeit, des Optimismus ein fertig einstudiertes Musikstück, ein fertig gestrickter Pullover, ein vollendetes Bild, eine geschaffte Prüfung uns gegeben hat ! Kraft für Seele und Körper.

Geben wir den in jedem von uns schlummernden Leidenschaften, so banal sie auch scheinen mögen, den Raum, den sie brauchen und lassen dafür Dinge, die wir nicht tun wollen weg. Ersetzen wir für uns Unrichtiges durch für uns Wertvolles. Ersetzen wir gemeinsam das Wort „müssen“ durch das Wort „wollen“.

Zaubern wir Farbe und Strahlen in unsere Gesichter. Und erleben wir, wie sich die Welt um uns dadurch verändert.

Wir möchten den Menschen den Weg weisen, den sie gehen möchten. Auf ihre ganz individuelle und für sie intuitiv richtige Weise.

Foto: ©wegweise

Mein intuitiver Engel von nebenan

Es war ein langer Arbeitstag – spät abends mach ich mich auf den Heimweg und es fällt mir ein, dass der Kühlschrank leer und es viel zu spät ist, um noch etwas Essbares einzukaufen. Also muß wieder einmal Schmalhans, diesmal eher Schmalsthans, als Küchenmeister herhalten. Ein Stück Brot wird sich noch finden und ein Glas Milch muß auch noch drin sein. Aber das macht nichts – auch das schmeckt köstlich.

Ich biege im Stiegenhaus um die Kurve und was seh ich am Türstaffel ? Eine Frischhaltedose. Ich heb sie auf – etwas Rötliches schimmert durch. Vorsichtig mach ich den Deckel auf – Szegediner Gulasch !!!!!! Mit Knödel !!!!! Eine meiner Lieblingsspeisen.

Ich weiß sofort, wer der Engel in der Not war. Meine heißgeliebte Nachbarin, eine wunderbare Frau von immerhin über 70 Jahren, hat wieder einmal meine Situation erahnt. Und die Intuition hat ihr gesagt, dass ein Szegediner Gulasch bei mir heute ungeheure Freude auslösen würde.

Andächtig wärm ich mir die Köstlichkeit und laß jeden einzelnen Bissen genüsslich auf der Zunge zergehen.

Kein Krümel bleibt auf dem Teller zurück – welch ein Abend, welch unerwartete Freude !!

Und ich umarme diese tolle Frau wieder einmal ganz innig. Danke.

Die Ausfahrt

Ganz früh bin ich heute aufgestanden. Zumindest für einen Sonntag. Wahrscheinlich einer der letzten Sommersonntage des Jahres. Stahlblauer Himmel weckt mich. Und die Aussicht auf einen besonderen Tag.

Schnell gefrühstückt und Proviant zusammengerichtet und raus aus der Wohnung. Angenehme 20 Grad hat es jetzt in der Früh. Der Proviantsack verschwindet im „Proviantabteil“, ich gleite in den Sitz (nur für sehr Geübte ist es wirklich ein Gleiten) und drücke den Knopf „engine on“. Der Motor ein paar Zentimeter hinter dem Kopf sagt mir mit seinem wunderbaren Sound „Guten Morgen – was unternehmen wir heute J ? Raus aus der Stadt – eine Ausfahrt wär’s“. Also dann ….

In wenigen Minuten sind wir über der Donau und beschließen, nach Orth zu fahren. Die Straßen sind noch fast leer und zügig und mit ihrer unnachahmlichen Kraft zieht die Elise die Landstraße entlang. Wir begrüßen die Felder, die Häuser, die Bäume. Der Auwald ist noch kühl von der Nacht und riecht so gut. Dann sind wir da an der Donau. Fast niemand außer uns ist da und wir beschließen, ein bisschen zu bleiben. Ich setz mich auf eine Bank direkt am Ufer, die Elise hinter mir. Ein kräftiger warmer Sommerwind umbläst uns. Schauen und genießen. Schleppkähne plagen sich stromaufwärts. Eine Hirschkuh schwimmt durch einen Seitenarm der Donau – ganz friedlich und ohne Angst steigt sie am Ufer wieder an Land. Ein paar Paddler ziehen ihre Bahn. Es ist so wunderschön hier.

Aber das Fahren ist ja auch so wunderschön. Also wollen wir weiter. Der Cappucchino ist ausgetrunken, Verdeck auf, Schal um den Hals, Radio an und … „Noch nicht heim, drehen wir noch eine große Runde“ kommt’s aus dem Motor. O.k. Ein bißl Bergfahren wär’s jetzt. Jede Minute länger bedeutet pure Freude länger haben. Die Elise zieht so unbeschreiblich freudvoll die Kurven in Sievering hinauf auf das Cobenzl. Wir schauen hinunter auf Wien und können unser Glück kaum fassen. Es ist so überwältigend schön.

Die Runde führt uns letztendlich über den Schottenhof und das Wiental wieder zurück nach Haus. Fünf Stunden pure Freude, pure Lust am Leben, die ganz tief ins Herz geht. Die Kraft und Energie gibt für ganz lange Zeit.

Die Leidenschaft – wofür auch immer – muß man leben und nicht unterdrücken. Die Vernunft hat hier keinen Platz. Aber die Leidenschaft leben, der Intuition folgen – das macht das Leben erst richtig GUT.

 

 

Schenken ist das neue Shoppen

Wer alte Sachen los werden und anderen damit auch noch eine Freude machen will, kann das jetzt tun: Eine neue Nachbarschafts-Initiative errichtet Geschenkboxen für Jedermann. Die Initiatoren hoffen auf viele Nachahmer.

 Da konnte jemand sein Glück gar nicht fassen: „Ich habe hier ein unabgeschlossenes Fahrrad gefunden. Ist das wirklich umsonst?“ steht da auf einem Zettel an der Pinnwand. Darunter eine krakelige Zeichnung des Fundstücks und eine Telefonnummer – für alle Fälle.

Nachrichten wie diese finden sich fast täglich im Gästebuch oder an der Pinnwand der Givebox in der Steinstraße in Mitte: Die Leute können es nicht fassen, dass ihnen jemand etwas schenken will. Einfach so. Bedingungslos. Anonym. Es sind Nachrichten wie diese, die zeigen, dass die Menschen das Schenken und Beschenkt-werden verlernt haben.

 Eine Gruppe junger Berliner will es ihnen wieder beibringen – mit der Givebox, einer grob zusammengezimmerten, telefonhäuschengroßen Box, ausgestattet mit einem Regal und einer Kleiderstange. Die erste wurde vor zwei Wochen in der Steinstraße in Mitte errichtet. Die Macher wollen aber nicht genannt werden. Sie wollen das Projekt in den Mittelpunkt rücken, nicht sich selbst.

„Die Idee ist eigentlich nicht neu“, sagt der Erfinder der Givebox bescheiden. „Es ist einfach eine Kombination aus Flohmarkt, Second Hand Laden und der altbewährten Kiste im Hausflur.“

Wer kennt das nicht: Man hat Dinge zu Hause, die man selbst nicht mehr braucht, die aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Man kann sie in einer Kiste in den Hausflur stellen. Das funktioniert meist recht gut, stört aber die Vermieter und Nachbarn.

Die Givebox ist die elegantere Lösung. Auf den ersten Blick ist zu sehen: Hier steckt viel Liebe drin. Blumen schmücken das Häuschen, ein silberner Herzluftballon schwebt darüber. Die Glitzerschrift auf dem Torbogen verkündet: „Sharing is caring – teilen heißt sich kümmern.“

Auf der Facebook-Seite und im Gästebuch dokumentieren die Givebox-Nutzer, was sie mitgenommen haben, oder was sie der Box hinzufügen. Das sind mal ein paar Äpfel oder ein bayerischer Gamsbarthut, eine CD oder ein Buch, Plüschtiere oder Elektronikartikel.

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Wie geht es Ihnen ?

Neulich fragte mich eine Bekannte „Wie geht es Ihnen denn ?“ „Wunderbar“ antwortete ich. Konsterniert sah sie mich an. Das war nicht die Antwort, die sie erwartet hatte. Ein Mensch, dem es „wunderbar“ geht ? Suspekt, höchst suspekt ! Kein Jammern über das Wetter, keine Klagen über ein gesundheitliches Problem !? „Aha“ sagte sie und ihr Interesse verebbte schlagartig.

Ein Mensch ohne Leiden ist ungewohnt und verdächtig und bietet keinerlei Gesprächsbasis.

 Beobachten Sie einmal ganz bewusst in der U-Bahn, im Restaurant, beim Friseur, worüber die Leute sich unterhalten. Über Krankheit und sonstige Heimsuchungen des täglichen Lebens. Interessanterweise gibt es dabei keine großen Unterschiede zwischen Jung und Alt. Hin und wieder lass ich mich hinreißen und misch mich ein.Versuche den Damen Lebensfreude „einzuhauchen“.

Besonders beim Friseur gibt es dafür reichlich Gelegenheit. Kaffee und Kuchen lehnen sie ab, „weil ich darf das alles ja nicht essen, obwohl ich’s so gern essen tät – alles hat man mir verboten …“ Ja, vielleicht ein Gläschen Sekt ? „Nein, nur das nicht, in meinem Alter und noch dazu am Vormittag !“ „Die Kinder besuchen mich auch so selten – überhaupt, es ist ein Jammer … Aber es muß ja gehen ….“

 Aufwachen, meine Damen:  es gibt ein herrliches Wort, das nahezu alles ermöglicht und Berge versetzen kann: Lebensfreude ! Diese Freude am Dasein ist so stark, dass nahezu nichts sie bezwingen kann. Sie ist bei jedem Menschen vorhanden, nur muß sie manchmal mit ein bisschen Hilfe und Unterstützung erst hervorgeholt werden. Und ist sie dann in all ihrer Pracht da – dann haben Jammerei, Leiden und all die anderen vermeintlichen Bürden des Lebens keine Chance mehr. Es ist schade um jeden Augenblick, den man für negative Gedanken verwendet – das Leben bietet eine solche Fülle von Herrlichkeiten. Jeden Moment. Einfach der eigenen Intuition folgen, sich von den Erwartungen anderer befreien – und plötzlich bietet sich eine unendliche Vielfalt an Möglichkeiten.

 Es ist wie beim Running Sushi – all die schönen und hässlichen Dinge des Lebens fahren an uns vorbei und es ist an uns zu entscheiden, ob wir nach den schönen oder den leidvollen greifen. Greifen wir nicht zu, tut sich nichts, verändert sich nichts, und das Band dreht weiter seine Runden.

 Man muß nur zugreifen !